Ammergebirge
Sagt Hopferau nein zu Nationalpark?

Um die Unterstützung des Hopferauer Gemeinderats bei der Ablehnung eines Nationalparks Ammergebirge warb in dessen jüngster Sitzung der Schwangauer Gemeinderat und Füssener Forstdirektor Robert Berchtold. Er bat das Gremium, die eindeutigen Voten der direkt betroffenen Gemeinden Lechbruck und Schwangau durch einen eigenen Beschluss gegen das Projekt zu stärken.

Ein vergleichbares Vorhaben im Steigerwald sei nicht nur an der Ablehnung der betroffenen Gemeinden gescheitert, sondern vor allem auch an der Solidarität der umliegenden. Eines Nationalparks im Ammergebirge bedürfe es nicht, weil die Natur intakt sei, so Berchtold.

Ein weitergehender Schutz sei insofern wenig sinnvoll: Nach jahrhundertelanger Bewirtschaftung befinde sich der Privatwald im Bereich des projektierten Nationalparks in sehr gutem Zustand, er erfülle die Vorgaben sowohl für Flora-Fauna-Habitate als auch für den Vogelschutz.

Dass neue Arbeitsplätze geschaffen würden etwa für die Verwaltung und Ranger stehe außer Frage, es würden jedoch nicht mehr als die Summe der bisherigen sein, die durch die Einrichtung des Nationalparks wegfielen. Auch an eine Steigerung des Tourismus könne er nicht glauben. In Berchtesgaden beispielsweise seien die Übernachtungszahlen trotz des Nationalparks konstant geblieben.

Dass angedachte Erlebniszentren und dergleichen Besucher anlocken könnten, sei nicht von der Hand zu weisen, doch täten sie dies auch ohne den Status Nationalpark, wie das Füssener Walderlebniszentrum zeige.

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