Auenhalle
Rund 100000 Euro bei Schwelbrand in der Hopferauer Auenhalle

Fast vier Wochen nach Ausbruch eines Schwelbrandes in der Hopferauer Auenhalle sind die Folgen noch lange nicht behoben. Eine Spezialfirma ist weiterhin dabei, die Schäden zu beseitigen, die die starke Rauchentwicklung in weiten Teilen des Kellergeschosses angerichtet hat. Allein die Reinigungskosten bezifferte Bürgermeister Gregor Bayrhof am Montagabend im Gemeinderat auf knapp 30000 Euro. Alles in allem wird geschätzt, dass sich der Schaden bei rund 100000 Euro bewegen dürfte.

Klebrige schwarze Schicht

Wie berichtet, hatte ein technischer Defekt in einem Elektroverteilerkasten den nächtlichen Schwelbrand ausgelöst. Dieser war erst am nächsten Morgen entdeckt worden, nachdem das Feuer bereits erloschen war. Der Schwelbrand richtete im Untergeschoss enormen Schaden an: Die Schallschutzdecke schmolz und tropfte als klebrige schwarze Schicht zu Boden. Zudem wurden Inventar, Elektrik, Fußböden und Wandisolierungen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Weil sich der Rauch über die Lüftungsanlage in zahlreiche Räume verbreitete, waren weite Teil des Kellers mit einer dicken Rußschicht bedeckt.

Besonders betroffen sind die Hopferauer Musiker: Etliche Instrumente und die Tracht der Jugendkapelle (in ihrem Domizil stand der Verteilerkasten) wurden Opfer des Brandes. Auch der Probenraum der Musikkapelle, in den die Mitglieder vor wenigen Jahren zahllose freiwillige Arbeitsstunden investierten, ist derzeit nicht zu benutzen. Asyl hat die Kapelle vorerst im Schützenheim gefunden.

<< Das ist jetzt wie im Rohbau >>, beschreibt Hausmeister und Trachtenvereins-Vorsitzender Ulrich Eberle bei einem Rundgang mit der AZ die Lage im Keller. Sämtliche Verkleidungen und Isolierungen sind entfernt. Obwohl der Ruß teils sogar mit Trockeneis beseitigt wurde, haftet er in Ecken und Winkeln, noch immer riecht die Luft unangenehm nach Rauch. Dabei habe man noch Glück gehabt, dass während des Brandes kein Fenster offen war, sagt Eberle.

<< Dann wäre es schlimmer ausgegangen. >> Bis die Kellerräume wieder wie zuvor mit Holzelementen verkleidet sind, werden noch acht bis zehn Wochen vergehen: Solange dauert die Lieferzeit.

<< Was war Schuld an dem technischen Defekt? Und ist die Ursache jetzt abgestellt? >> Diese Fragen stellte Bürgermeister Bayrhof im Gemeinderat - und schickte gleich eine Vermutung hinterher: Feuchtigkeit hinter der Verkleidung könnte den Defekt ausgelöst haben - und die wiederum könnte möglicherweise durch eine undichte Stelle im Dach bis in den Keller eingedrungen sein. Klären muss die Gemeinde zudem, ob die kommunale Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommt. Nicht zu vergessen die Brandmeldeanlage, mit der die Auenhalle nun wohl ausgerüstet werden muss - eine alles andere als kostengünstige Angelegenheit.

Mitarbeiter einer Spezialfirma aus München sind noch immer damit beschäftigt, die Folgen eines Schwelbrandes im Keller der Auenhalle zu beseitigen - im Bild das Domizil der Musiker. Das Feuer hatte erheblichen Sachschaden angerichtet. Foto: Raffler

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