Trinkwasser
Rieden wird mit Trinkwasser aus Kaufbeuren versorgt

Die Gemeinde Rieden soll künftig von Kaufbeuren aus mit Trinkwasser versorgt werden. Hierauf einigten sich die Gemeinderäte mit Bürgermeister Ludwig Landwehr in der jüngsten Sitzung. Nun soll ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt werden. Die Umstellung der Wasserversorgung war erforderlich geworden, weil das Trinkwasser aus dem Riedener Brunnen mit Nitrat belastet ist. Die Gennach-Hühnerbachgruppe und Kaufbeuren hatten angeboten, die Wasserversorgung zu übernehmen. Auch Bad Wörishofen hätte Wasser geliefert, fiel aber wegen der hohen Kosten für eine neue Leitung aus dem Rennen.

Das Thema war schon oft im Gemeinderat diskutiert worden. Einige der Gemeinderäte nutzten noch einmal die Gelegenheit, ihre Position deutlich zu machen. Während Bürgermeister Landwehr, Stellvertreter Hubert Schaumann und Johann Echter für die Kaufbeurer Lösung plädierten, sprach sich Ralf Daiser für das Gennach-Hühnerbach-Angebot aus. Mit 10:2 Stimmen entschied man sich letztlich für Kaufbeuren. Da auch die Nachbargemeinde Pforzen sich des Wassers aus der Nachbarstadt bedienen will, hofft man auf eine Reduzierung der Kosten.

Landwehr machte deutlich, dass die Investitionskosten nicht von der Gemeinde zu tragen sind, sondern die Bürger zur Kasse gebeten werden.

Johann Echter trug in einem weiteren Punkt der Tagesordnung das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung für das Jahr 2010 vor. Der Gesamthaushalt der Gemeinde umfasst knapp 2,8 Millionen Euro. 88 000 Euro mehr als im Vorjahr konnten an den Vermögenshaushalt überwiesen werden.

Die Vorgaben des Haushaltsplans wurden einige Male geringfügig überschritten, letztlich aber zollte der Rechnungsprüfungsausschuss Bürgermeister und Verwaltung Lob für die sorgfältige Arbeit. Nicht als Kritik, sondern als Information wollte Echter die hohen Ausgaben für den Winterdienst verstanden wissen. Allein auf das Konto des Landkreises überwies die Gemeinde dafür im vergangenen Jahr 4 360 Euro.

Ihrem Ärger über die späte Vorlage machten die Gemeinderäte bei der Beratung über einen Bauantrag eines Görisrieder Bürgers Luft, bevor sie ihn bei zwei Gegenstimmen passieren ließen. Der Beschluss besiegelt das, was bereits seit einem halben Jahr Fakt ist: Die Nutzungsänderung eines ehemaligen Wohn- und Gaststättengebäudes in Rieden zu einer Hundepension. Die Nachbarn stört es nicht. Sie haben den Bauantrag alle unterschrieben.

Weitere Themen wurden debattiert: Landwehr informierte, dass die Gemeinde weiter nach einem neuen Pächter für das Vereinsheim suchen muss. Außerdem stimmten die Gemeinderäte zu, dass die Unterschriftslisten für das Bürgerbegehren der Kliniken Ostallgäu im Gemeindebüro ausgelegt werden dürfen.

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