Haushalt
Rieden ist bald schuldenfrei

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Wenn sich alles so entwickelt wie geplant, sind die Riedener Bürger zum Ende dieses Jahres schuldenfrei – zumindest, wenn man ihren jeweiligen rechnerischen Anteil an den Gemeindeschulden betrachtet. Mit dieser freudigen Aussicht wartete Kämmerer Hans Hartmann auf, als er dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung den aktuellen Haushaltsentwurf vorlegte.

Hartmann selbst bewertete den Haushalt als geordnet (siehe Info-Kasten). Man wirtschafte sauber und tätige Ausgaben nicht 'großkotzig'. Auch wenn die Zinsen, zu denen sich die Kommunen Geld ausleihen könnten, derzeit so niedrig wie nie seien (der Zinssatz für zehnjährige Darlehen liegt erstmals unter einem Prozent), müssten die aufgenommenen Kredite irgendwann zurückgezahlt werden.

Bezüglich der Steuerkraft liegt Rieden mit Platz 39 (von 45) im hinteren Bereich der Landkreis-Gemeinden. Das läge an den geringen Einnahmen aus der Gewerbesteuer, aber auch an den sinkenden Einnahmen aus der Einkommensteuer. Hartmann kündigte an, dass die Gemeinde wohl demnächst diverse Gebühren erhöhen müsse.

Die Hebesätze für Grundsteuer A (365), B (330) und Gewerbesteuer (300) wurden vor zwei Jahren angehoben, liegen aber immer noch unter dem Landkreis- und Freistaat-Schnitt.

Der Gemeinderat billigte den Haushaltsentwurf ebenso wie den Investitionsplan einstimmig. Ohne Gegenstimme wurde auch die Stellungnahme zum Ergebnis der überörtlichen Prüfung der Jahresrechnungen 2002 bis 2010 durch das Landratsamt akzeptiert und Entlastung erteilt. Als ärgerlich wurde in diesem Zusammenhang nicht nur die Prüf-Gebühr in Höhe von knapp 9000 Euro angesehen, sondern auch die durch die Abstellung der Beanstandungen in Teilen zunehmende Bürokratie. Gleichwohl wird die Gemeinde die vorgeschriebenen Verfahren in Zukunft noch genauer beachten.

Auch im Zusammenhang mit der erfolgten Überprüfung des Kindergartens kam Unmut auf, weil das Kindergartenpersonal durch die Umsetzung bürokratischer Maßnahmen in Zukunft vermutlich deutlich mehr Zeit im Büro als mit den Kindern verbringen wird. Hier wurde insbesondere eine jährlich bei den Eltern durchzuführende Fragebogenaktion kritisiert, die ausgewertet werden müsse, bei der aber letztlich doch nichts rauskomme.

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