Abwasser
Rieden hebt 2013 Kanalgebühren an: Ab Juli 49 Cent mehr pro Kubikmeter

Mit einer Erhöhung der Kanalgebühren von derzeit einem Euro auf 1,49 Euro pro Kubikmeter will die Gemeinde Pforzen ihr Haushaltsdefizit bei der Abwasserentsorgung in den Griff bekommen. Die Preiserhöhung soll ab dem 1. Juli 2013 gelten.

Seit Jahren schießt die Kommune fünfstellige Summen zu, um die Unterdeckung auszugleichen. Auch heuer müssen knapp 15 000 Euro für den Defizitausgleich aufgewendet werden. Die letzte Anpassung der Gebühren liegt acht Jahre zurück.

Da Rieden wie alle Gemeinden per Gesetz zu einem kostendeckenden Betrieb der kommunalen Infrastruktur (vom Friedhof bis zur Abwasserentsorgung) verpflichtet ist, hatte VG-Kämmerer Hans Hartmann schon bei den Haushaltsberatungen auf eine Anhebung der Kanalgebühren gedrängt.

Die Notwendigkeit der Maßnahme, das zeigte die kurze Diskussion, ist auch im Gemeinderat so gut wie unumstritten. 'Wir haben die letzten Jahre draufgezahlt', betonte etwa Ulrich Trippo mit Blick auf die regelmäßigen Defizite.

Riedens stellvertretender Bürgermeister, Hubert Schaumann, geht davon aus, dass der neue Abwasserpreis 'vier bis fünf Jahre' stabil gehalten werden kann. An der Preiserhöhung selbst führe kein Weg vorbei. Der Beschluss zur Anhebung der Gebühren wurde mit einer Gegenstimme gefasst.

Zu einem gewissen Teil seien die Bürger für das Defizit mitverantwortlich, hatte Bürgermeister Ludwig Landwehr schon bei der Bürgerversammlung unterstrichen: 'Der Bürger hat es in der Hand, weitere Kostensteigerungen zu vermeiden.' Sand, Kies und Hausmüll in der Kanalisation sorgen für eine 'überproportional hohe Schmutzfracht' der Gemeinde im Vergleich zu den anderen an die Kläranlage bei Pforzen angeschlossenen Kommunen.

Seit gut eineinhalb Jahren, darauf deuten die Messwerte hin, steigt auch die Belastung des Abwassers mit Gülle und Silagewasser. Die Folge: Rieden hat pro Einwohner deutlich mehr an den Abwasserverband Wertach-Ost zu zahlen als etwa die Nachbarn in Pforzen. Für einen Vier-Personen-Haushalt bedeutet die für 2013 vorgesehene Preisanhebung jährliche Mehrausgaben von rund zehn Euro.

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