Übung
Retter räumen bei Feuerübung die Grundschule Rieden

Grundschule Rieden, 10.02 Uhr: Feuerwehrkommandant Klaus Hofer löst für die rund 50 Kinder der vier Grundschulklassen Brandalarm aus. In der Ferne hört man bereits das Martinshorn des herannahenden Feuerwehrfahrzeuges. Nur kurz darauf geht die Türe auf und innerhalb von knapp einer Minute ist das Schulgebäude geräumt. Leicht zitternd vor Kälte dürfen die Sechs- bis Zehnjährigen nach kurzem Aufenthalt im Freien wieder in ihre Klassenzimmer zurück - nachdem sie Kommandant Hofer für ihr diszipliniertes Verhalten gelobt hat.

Feuerwehr zum Anfassen

In der dritten und vierten Klasse gibt es dann «Feuerwehr zum Anfassen»: Hofer, unterstützt von Gruppenführer Stefan Boos, erklärt in verständlichen Worten, wie sich die Kinder im Brandfall verhalten sollten. Wenn es zum Beispiel «im Kinderzimmer brennt» oder sie einen Brand in ihrem Umfeld beim Spielen oder beim Spaziergang durch das Dorf entdecken. Im Vordergrund stand dabei die Notrufnummer 112. Hofers Hinweis bei der telefonischen Meldung mit den «vier W» - wo, was, wer, warum - wurde auch gleich mit einer simulierten Leitung umgesetzt, die Kinder hatten das schnell verstanden und gingen damit fast um wie Profis.

Ein interessantes Thema war für die Mädchen und Buben auch der Atemschutz. Sie erfuhren, dass der Atemschutztrupp immer zu zweit zum Brandherd vorstößt, die gesamte Ausrüstung von der Axt bis zur Sauerstoffflasche jedes einzelnen Atemschutzträgers rund 40 Kilo wiegt und er hundertprozentig gesund sein muss. Anhand eines Haus-Modells wurde zu guter Letzt eine Notsituation simuliert und anschaulich gezeigt, wie zunächst die Rauchentwicklung entsteht, und sich dieser bei der Öffnung von Türen in kürzester Zeit durch das ganze Haus zieht. «Deshalb in solchen Situationen auf den Boden legen und Türen so weit wie möglich geschlossen halten», riet Hofer. Die abschließende Frage, wer sich vorstellen kann, später bei der Feuerwehr Dienst zu tun, beantworteten weit über die Hälfte der Schüler mit einem klaren Ja.

Den Abschluss bildete ein Blick ins Feuerwehrfahrzeug - und auch hier beantwortete der Kommandant geduldig alle Fragen.

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