Sanierung
Rathausumbau kann sich noch bis ins Frühjahr ziehen

Draußen zeigt das Quecksilber Minusgrade an. Im Lechbrucker Rathaus dagegen ist es schön kuschelig warm - und das, obwohl kaum ein Heizkörper aufgedreht ist. «Die Isolierung funktioniert schon einwandfrei», sagt Bürgermeister Helmut Angl, während er an diesem Vormittag die energetischen Sanierungsmaßnahmen an der Gemeindeverwaltung erläutert. Eigentlich sollten sie bereits fertig sein, doch unter anderem machte das Wetter dem Rathaus-Chef einen Strich durch die Rechnung.

«Schlimmstenfalls kann es noch bis zum Frühjahr dauern», erklärt Angl. Der Innenbereich werde sicher früher fertig, doch das Problem liege im Freien: Der Putz dürfe nur an den Außenwänden angebracht werden, wenn es mindestens fünf Grad warm ist. Ein weiterer Grund, warum die Gemeindeverwaltung in der Flößerstraße weiterhin Baustelle bleibt: «Vor allem Handwerker für die energetischen Arbeiten zu finden, war äußerst schwierig. Die sind zum größten Teil voll ausgelastet.»

Für den Rathausumbau seien aktuell knapp 431000 Euro veranschlagt - «87,5 Prozent bekommen wir aus dem Konjunkturpaket II bezuschusst, sonst hätten wir das Ganze auch nicht gemacht», betont der Bürgermeister. So müsse Lechbruck lediglich rund 60000 Euro stemmen. Höchster Kostenfaktor insgesamt ist mit 110000 Euro die neue Pellets-Heizung im Keller, die gleich das Lechbrucker Eisstadion mit heizt.

«Weil im Stadion die Wärme bisher einfach verpufft ist, haben wir zudem eine Wärmerückgewinnungsanlage mit eingebaut.» So könne vier Monate lang die Abwärme des Stadions genutzt werden, «was unsere Heizkosten gewaltig senkt». Die Anlage ist übrigens nicht in den Gesamtkosten mit aufgeführt: Dafür kämen weitere 13000 Euro auf die Gemeinde zu.

Neue Toilette für Behinderte

Mit knapp 106000 Euro schlagen im Rathaus außerdem die Wärmedämmungen zu buche, die das Dach und die Fassade isolieren. Für knapp 49000 Euro wurden die Toiletten erneuert: Im Erdgeschoss gebe es bald das «einzige Behinderten-WC in Lechbruck, das öffentlich zugänglich ist», so Angl. Darüber hinaus wurden alle alten Fenster inklusive Kellerfenster sowie die Eingangstüren ausgetauscht.

Auswechseln müsse man bei öffentlichen Gebäuden häufig Dinge, die eigentlich nicht vorgesehen waren, so der Rathaus-Chef. «So mussten wir neue Eingangstüren einbauen, weil sie nicht mehr den Wärme-Vorschriften entsprachen.»

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