Bauausschuss
Radweg sorgt erneut für Debatten - Schwangauer Räte kritisieren Projekt in Horn

Beschwerden hagelte es jüngst im Bauausschuss Schwangau über den neuen Radweg am Ortseingang von Horn. Noch nicht ganz fertig, sorgt das Projekt erneut für Debatten. Zuvor hatten vor allem Landwirte die in ihren Augen störende und unnötige Trasse und die damit verbundene Baumfällung kritisiert (wir berichteten).

Wie jetzt im Ausschuss moniert wurde, waren die Räte davon ausgegangen, dass der Radweg höhengleich zur Straße gebaut werde. Inzwischen sind die Bauarbeiten fast abgeschlossen, doch der Radweg liegt gut einen Meter tiefer als die parallel verlaufende B 17.

Als 'brandgefährlich' für die Radler bezeichnete Martin Mielich (FW) diesen Höhenunterschied. Er regte an, über eine Leitplanke nachzudenken. 'Da hat sich das Straßenbauamt nicht gerade mit Ruhm bekleckert', monierte er. Man müsse an die Sicherheit der Radfahrer denken. Auch Andreas Schweiger (FDG) war nicht zufrieden. Man habe das Projekt billig umgesetzt, fand er. 'Was da alles passieren kann', sei nicht auszudenken.

Das Staatliche Bauamt in Kempten reagierte gestern mit Unverständnis auf die Kritik aus Schwangau, habe man doch nie einem Höhenausgleich zugestimmt. 'Man hat höchstens einmal darüber gesprochen, aber schriftlich festgehalten ist nichts', so Josef Merk auf Nachfrage unserer Zeitung.

Bauamt: 100 Radler pro Tag

Auch eine erhöhte Unfallgefahr hält er für ausgeschlossen. Rase tatsächlich einmal ein Auto auf den Radweg, so mache es für den Radler keinen Unterschied, ob der Wagen vorher noch eine kleine Böschung herunterfahre oder nicht. Zumal es sich nicht um fünf Meter Höhenunterschied handle, so der fürs Ostallgäu zuständige Abteilungsleiter. Nicht nachvollziehen kann Merk zudem die Kritik, der Radweg sei überflüssig. In diesem Bereich seien bei einer Zählung rund 100 Radler pro Tag registriert worden.

Daher sei der Radweg an dieser Stelle nötig, andere vorhandene Trassen böten keine echte Alternative.

Bürgermeister Reinhold Sontheimer bestätigte gestern gegenüber der AZ, dass der Höhenausgleich nicht schriftlich festgehalten sei. Eine Erhöhung hätte die Horner Landwirte noch mehr Weidefläche gekostet. 'Zudem hat man so auch Rohstoffe gespart.' Am Montag soll im Gemeinderat nochmal über das Thema gesprochen werden.

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