Jahreswechsel
Psychologe aus Hopfen am See gibt Tipps für einen positiven Jahreswechsel

  • Foto: Fachklinik Enzensberg

Sportreiben, mehr Zeit für die Familie, weniger Süßes, keine Zigaretten mehr – die Bandbreite an Vorsätzen zum Jahresanfang ist groß. Doch macht es Sinn, sich solche Ziele zu setzen und wie erreicht man sie? Darüber sprachen wir mit Dr. Oliver Kuhnt, Leitender Psychologe des Interdisziplinären Schmerzzentrums der Fachklinik Enzensberg in Hopfen am See.

Herr Kuhnt, warum sind gute Vorsätze oft kurze Zeit später wieder vergessen?

Kuhnt: Ein Grund dafür könnte sein, dass sich viele Menschen zu hohe Ziele setzen, wie nie mehr Süßes essen oder nie mehr mit dem Partner streiten.

Manche fassen auch Vorsätze, die gar nicht ihre eigenen sind, sondern Wünsche des Partners oder Ratschläge des Arztes.

Andere nehmen sich zu viel auf einmal vor. Dazu kommt, dass uns der berufliche Alltag und private Anforderungen oft von den Vorsätzen ablenken und sie deshalb in den Hintergrund geraten.

Wie schafft man es, Vorsätze endgültig und sicher umzusetzen?

Kuhnt: Gewohnheiten, die wir über Jahre gelernt haben, entlasten uns im Leben. Sie laufen automatisch ab und können nicht spontan verändert werden. Das ist auch gut so. Aber bei schädlichen Verhaltensweisen, wie dem Rauchen, von Nachteil.

Wer sich auf Dauer verändern will, muss einen fünfstufigen Prozess durchlaufen.

  • Erstens: Sich entscheiden, eine Gewohnheit zu ändern und sich darauf vorbereiten, einen Plan machen. Zum Beispiel: Am 1.1. höre ich auf zu rauchen. Wenn ich Langeweile habe, rauche ich nicht, sondern gehe spazieren.
  • Zweitens die praktische Übung, ich rauche nicht mehr.
  • Als drittes durchlebt man ein Gefühl des Widerspruchs, weil der Kopf sagt, gut, dass du aufgehört hast, der Bauch aber, ich will eine Zigarette. Bis sich eine neue Gewohnheit verfestigt hat, kann es bei komplexen Dingen bis zu zwei bis drei Monate dauern.
  • Viertens stimmen dann Gefühl und Verhalten häufig überein, letzteres muss aber in schwierigen Situationen, zum Beispiel bei Stress, noch kontrolliert werden.
  • Als fünftes haben sie eine neue Gewohnheit entwickelt: Sie rauchen nicht mehr, Gefühle und Verhalten stimmen jetzt automatisch überein.

Das ausführliche Interview zum Thema Vorsätze und wie sie Realität werden, lesen auf allgaeu.life, dem neuen Online-Portal der Allgäuer Zeitung. Jetzt bis 1. März kostenlos kennenlernen.

Den kompletten Artikel finden Sie auch im im Abonnement.

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