Klausur
Pfrontens Profilierung als Gesundheitsort wird ein längerfristiges Ziel

Pfrontens Profilierung als Gesundheitsort wird ein längerfristiges Ziel. Die Vorbereitung beginnt aber schon jetzt. So fasste Tourismusdirektor Jan Schubert gegenüber unserer Zeitung die Ergebnisse der zweiten Gesundheitsklausur in Pfronten zusammen, zu der sich mehr als 30 Therapeuten, Vertreter von Kliniken sowie Hotels, Gemeinderäte und Ärzte trafen. Moderator Dr. Hubert Bratl begleitet auch die Profilierung des Allgäus als Gesundheitsregion.

Bis zum Sommer soll eine zwölfköpfige Entwicklungsgruppe mit Vertretern der beteiligten Einrichtungen einen Masterplan für den Gesundheitsort Pfronten entwickeln. Bereits beschlossen wurde aber, dass Pfronten seine Höherprädikatisierung zum heilklimatischen Kurort erst im kommenden Jahr anstreben soll. «Wir wollen in Ruhe und vernünftig alle Hausaufgaben erledigen und keine Schnellschüsse machen», so Schubert. Schließlich sei die Höherprädikatisierung ein Meilenstein auf dem Weg zum Gesundheitsort, den man nun angegangen sei. Seit Herbst laufen die einjährigen lufthygienischen Untersuchungen, so der Tourismusdirektor. Im Gästeprogramm biete man erstmals ein Programm zum Thema «Wandern und Atmen» an, quasi als Testlauf für den Bereich Klimatherapie.

«Wir wollen nicht Wellness, sondern in Richtung Medizin», betonte Schubert. Dabei habe man in erster Linie Selbstzahler als attraktive Zielgruppe im Visier. Gesundheitsgäste ließen in der Regel mehr Geld vor Ort und kämen auch öfter wieder, so Schubert. Außerdem reisten sie oft außerhalb der Spitzensaison an und böten eine Möglichkeit, langfristig die negativen Folgen des Klimawandels am Alpenrand für Winterangebote zu kompensieren. Dem Gast könne man in einer gesundheitsfördernden Umgebung einen Mehrwert bieten. Und auch der Partner oder die Familie könnten mit. Schließlich wollten die Gäste nicht gerne alleine in den Kurort fahren.

Das Thema Gesundheit sei umfassend zu sehen, so Schubert. In Zusammenarbeit mit den medizinischen Anbietern könnte die Hotellerie beispielsweise Pauschalen entwickeln. Der geplante Klimapavillon werde auf jeden Fall eine öffentliche Einrichtung. Ein weiterer Stützpunkt solle auf dem Berg entstehen, um auch das Klima höherer Lagen therapeutisch nutzen zu können.

Als Probleme auf dem Weg zum Kurort wurden von den Teilnehmern der Klausur die Gestaltung des Ortszentrums und die Verkehrsbelastung genannt. «Sicher haben wir da noch Schwächen, an denen man arbeiten muss», so der Tourismusdirektor. «Aber wir wollen ja auch kein Bad Wörishofen werden, in dem die Kurpatienten im Kurpark und Fußgängerzone unterwegs sind. Die sollen ja auf den Berg.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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