Mundart
Pfrontener Kinder zeigen nach langer Pause wieder ein Krippenspiel

Das stimmungsvolle Mundart-Krippenspiel, vor vielen Jahren von Beppo Zeislmeier geschrieben und nach einer Pause von zwölf Jahren von Pfrontener Kindern wieder aufgeführt, begeistert wie früher Groß und Klein. Erinnerungen an die eigene Kindheit wurden bei manchen wach. Einige Hundert Zuschauer im Pfrontener Kurpark, darunter viele Kinder, feierten die jungen Darsteller, die Musikbegleitung durch Kinderchor und Bläserquartett und nicht zuletzt die Arbeit hinter den Kulissen mit viel Applaus. Auch der Autor freute sich: 'Toll, was da auf die Bühne gebracht wurde. Besser als bei uns damals', so Pfrontens Bürgermeister.

Nach diesem Erlebnis liebäugelt der sechsjährige Jonas gar mit einem Bühnenauftritt: 'Vielleicht spiele ich auch mal mit!' Seine Eltern fügten hinzu: 'Eine super Aufführung!' Dass die jungen Akteure viel Spaß hatten, merkte man ihnen an. Mit Feuereifer waren sie dabei. Richtig grob wurden Maria und Josef von den hartherzigen Wirtsleuten abgewiesen.

Und die Hirten stritten, wie es manchmal im Pfrontener Tal zu hören ist. Als das 'Jesuskind' tatsächlich in der Krippe zu weinen begann, kümmerte sich die Maria liebevoll um das Baby.

Sein Vater, vor 15 Jahren selbst als 'Hirte' auf der Bühne, erinnerte sich: 'Eins zu eins haben die Kinder dasselbe gespielt wie wir damals.'

Erleichtert, 'dass alles so gut klappte und die Tiere so gut mitgetan haben', war Kathrin Bach nach der Aufführung. Zusammen mit Karolin Keller und Sandra Trenkle hatte sie die Idee, das traditionsreiche Spiel in Eigenregie wieder aufzuführen. Viel Arbeit hatte das Trio. 'Es hat aber auch viel Freude gemacht.

Ohne die Unterstützung der vielen Papas, Mamas und Helfer hätten wir das nicht geschafft', dankte sie. Ein Vater baute die Kulisse für das Wirtshaus, andere stellten lebende Tiere zur Verfügung: ein Esel und Schafe im Hintergrund und vor allem die Kostüme sorgten für den stilechten Rahmen.

Auch Kathrin Bach erinnerte sich: Vor 15 Jahren spielte sie die Maria, heute fungiert sie als Spielleiterin und 'Mädchen für alles', wie sie sagte.

Karolin Keller leitete den Kinderchor 'Klangkinder St. Nikolaus' und studierte die Lieder ein. Bei Sandra Trenkle liefen die organisatorischen Fäden zusammen. Thomas Bach und Christian Neutzner komponierten neue Kinderlieder und musizierten zusammen mit Markus Dopfer und Sebastian Neutzner.

'Die Liedtexte haben wir in Mundart neu geschrieben', berichtete Kathrin Bach. Für die Tontechnik zeichnete Timo Bitzer verantwortlich.

Nachdem noch eine weitere Aufführung eingeplant wurde, geht das Krippenspiel zu folgenden Terminen über die Bühne im Pfrontener Kurparkpavillon: Samstag, 10. Dezember, 17 Uhr sowie Dienstag, 27. Dezember um 15.30 und um 17 Uhr. Eintritt frei. Der Erlös aus der Bewirtung kommt der Restaurierung der Pfarrkirche St. Nikolaus zugute.

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