Pflanzenaktion
Pfrontener Forum im Kampf gegen giftige Kreuzkrautarten

Recht erfolgreich verlief die vierte Pflanzenaktion des Pfrontener Forums. Der Schwerpunkt lag auf den vor allem für Pferde giftigen Kreuzkrautarten. Trotz des widrigen Wetters waren doch einige Teilnehmer gekommen, um mit Pflanzen-Expertin Monika Hofer in Theorie und Praxis das Kreuzkraut in all seinen Variationen kennenzulernen.

<< Heute habe ich auch Heilpflanzen dabei, um nicht nur negative Auswüchse ansprechen zu müssen >> meinte Monika Hofer. Besonders am Herzen liege ihr dabei die in vielen Bereichen heilsame, vor allem das Immunsystem stärkende Wald-Engelwurz, deren Stoffe in etlichen Medikamenten enthalten seien. Da Verwechslungen mit dem Schierling möglich seien, empfahl sie jedoch, die Extrakte lieber in der Kräuterwerkstatt oder einer Apotheke zu erwerben.

Im Gegensatz zum eingeführten Indischen (drüsigen) Springkraut, das an Wasserläufen und in Waldlichtungen einheimische Pflanzen verdrängt, gehören die in allen Teilen giftigen Kreuzkrautarten zur heimischen Pflanzen-Vielfalt dazu.

Die gelb blühenden Pflanzen dienen einerseits als Bienenweide, sie hätten sich an einigen Schwerpunkten jedoch so stark vermehrt, dass sie mit ihrem Leber-Gift für Weidetiere, vor allem Pferde, gefährlich würden. Zur Vorbeugung sei es wichtig, die Grasnarbe möglichst geschlossen zu halten und bei Verletzungen (zum Beispiel beim Wegebau) schnell mit Grassamen zu säen.

Das zweijährige Jakobs-Kreuzkraut kann leicht mit der Wurzel herausgerissen werden und ist daher einfach zu bekämpfen, wobei wegen der einjährigen Rosette und der Samen noch einige Jahre lang nachgearbeitet werden müsse.

Schwieriger sei es beim Wasser-Kreuzkraut, bei dem die Wurzel ausgestochen werden müsse, was wesentlich mehr Aufwand bedeute, wobei auch hier vom Vorjahr her schon Erfolge zu beobachten seien.

An drei Schwerpunkten vertieften die Teilnehmer in Gruppen ihr Wissen anschließend durch praktisches Entfernen von Wasser- und Jakobs-Kreuzkraut. << Ich bin froh, hier mitmachen zu können, denn Vortragswissen allein reicht nicht >>, meinte eine dankbare Besucherin. Der besondere Schwerpunkt der Aktion lag auf einer Pferdeweide, die stark von Jakobs-Kreuzkraut befallen war. Mit insgesamt 15 vollen Säcken hatten die fleißigen Helfer anschließend eine kleine Stärkung verdient.

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