Projekt
Ostallgäu fördert Verwertung von Mähgut aus Feuchtwiesen

Das Mähgut von sumpfigen Wiesen soll wie früher als Streue in den Kuhställen genutzt werden. Bei diesem Ziel ist die Region mit der Streuebörse der Moorallianz auf einem guten Weg. Daher soll das Projekt weitergeführt werden.

Der Ausschuss für Kreisentwicklung im Ost-allgäu billigte zur Förderung 21 000 Euro für die nächsten drei Jahre.

Bei der Moorallianz laufen Naturschutz und Regionalentwicklung, Klimaschutz und Förderung der Landwirtschaft zusammen, verwies Landrat Johann Fleschhut auf die Bedeutung des Programms. Im Zusammenhang mit der Moorallianz, aber als Leader-Projekt, wurde die Allgäuer Streueverwertung ins Leben gerufen.

In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband werden dabei Moorwiesen regelmäßig gemäht. Dies verhindert, dass die Flächen mit Büschen zuwachsen, und erhöht die Artenvielfalt. Das abgemähte Material wird als Einstreu von Landwirten verwendet und ersetzt 'importiertes' Stroh.

500 Ballen im Unterallgäu

Die Regionalmanagerin der Moorallianz, Gwendolin Dettweiler, stellt die Erfolgsgeschichte Streueverwertung vor. Die Nachfrage nach den Streueballen sei viermal so hoch wie das Angebot. Derzeit komme das Material vor allem aus dem Unterallgäu, im vergangenen Jahr 500 Ballen.

Im Interesse der Moorallianz sei es aber auch, im südlichen Allgäu rund 300 Hektar Streuflächen wieder in die Bewirtschaftung zu bringen und dafür Landwirte zu finden. Gleichzeitig müsse man berücksichtigen, dass es drei bis fünf Jahre dauere, bis die Streue hochwertige Qualität habe. Denn dann erst könne man darin Giftpflanzen wie das Kreuzkraut ausschließen, erklärte Dettweiler.

Obwohl die bisherige Förderung ausläuft, empfahl Ulrike Wörz, Leiterin des Naturschutzes im Landratsamt, das Projekt dennoch fortzusetzen. Die Kosten dafür liegen für die nächsten drei Jahre bei 215 000 Euro. Dreiviertel übernimmt der Bund. Die übrigen 85 000 Euro wollen die vier Landkreise Ostallgäu, Oberallgäu, Unterallgäu und Lindau zu gleichen Teilen übernehmen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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