Konzert
Original Gospel Singers aus den USA eröffnen das neue Jahr im Festspielhaus Füssen

Diese Botschaft vermitteln sie besonders gerne: Sogar beim Papst im Vatikan nahmen die Original USA Gospel Singers schon Aufstellung, intonierten 'Nobody knows', 'Go down Moses' oder 'Swing low sweet chariot' und ernteten ein wohlwollendes Lächeln des Heiligen Vaters, der damals, zum Zeitpunkt ihres Auftritts, Johannes Paul II. war.

Seither ziehen sie zusammen mit ihrer Band quer durch Europa, treten in größeren und kleineren Hallen auf, und wenn man wissen will, welche Höhepunkte es neben dem Papst-Konzert in Rom noch gab, wird vor allem auf das Gastspiel in Mailand hingewiesen.

In der dortigen Scala zu singen, vor über 2000 Zuhörern, das bitteschön, beteuert das Management der Gospel Singers, sei schon was Einmaliges für die Sänger und Musiker aus den Vereinigten Staaten gewesen.

Am Freitag (20 Uhr) sind sie zu Gast im Festspielhaus in Füssen. Immerhin auf der zweitgrößten Drehbühne Deutschlands. Vielleicht beeindruckt auch diese Dimension die Truppe aus den USA, die verspricht: 'Wir wollen Emotionalität, Religiosität und Lebensfreude an diesem Abend vermitteln.'

Gospel. Diese Musikart zieht gerade das europäische Publikum wie hypnotisiert in den Bann. Kaum ein Jazzfestival, an dem dieses Genre nicht angeboten wird. Kaum eine Stadt, die in der Adventszeit ohne den Auftritt eines Gospelchors auskommt. Die christliche afro-amerikanische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts scheint zum festen Bestandteil der Musikszene hierzulande geworden zu sein. Die Besucher jedenfalls kommen meist in Scharen.

Gospel als Inspiration für Country, Rap oder Rock

Weshalb diese Euphorie, gerade in Europa? 'Weil die Musik eine ungeheure Kraft entwickeln kann', glauben die Mitglieder der Original USA Gospel Singers. Und: 'Weil sie die Menschen in den Bann ziehen und den Konzertabend zu einem emotionalen Erlebnis machen kann.'

Gospel als die entscheidende Wurzel Gefühle weckender Musik. Aus der Gospelmusik (die quasi die Negro Spirituals weiterentwickelte) holten sich Country und Dixieland die Inspiration, auch der Rap, Hip-Hop oder Reggae. Und selbst in manchem Rock- und Poptitel findet man deutliche Elemente aus dem Bereich des Gospels.

Sucht man nach den ganz großen Vertretern der Gospelmusik, wird man schnell fündig – und bleibt am Namen Mahalia Jackson hängen. Die Frau aus New Orleans, geboren im Jahre 1911, setzte wichtige Zeichen. Sie, die zunächst als Kind und Jugendliche in einer Baptistenkirche sang, packte in ihrer Heimat schon bald die Siebensachen und machte sich auf den Weg nach Norden.

Ihr Ziel hieß Chicago, in dieser Metropole pulsierte das (Musiker-)Leben, und schon als 17-Jährige trat sie zusammen mit einer Gruppe auf: den Johnson Brothers. Mahalia Jackson, die bereits im Alter von 60 starb, war es vor allem, die die Gospelmusik in Europa populär machte. Auch auf ihrem Wegen wollen die Original USA Gospel Singers in Füssen wandeln.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020