Konzert
Organist Angelo Castaldo aus Neapel erneut zu Gast in der Füssener Basilika St. Mang

Nicht nur wegen der Musik, sondern auch aufgrund des historischen Ambientes im Chorgestühl der Basilika von St. Mang durften sich die Besucher eines Orgelkonzerts von Angelo Castaldo in frühere Zeiten versetzt fühlen. Er hatte zum sechsten Mal den Weg von Neapel nach Füssen gefunden, wie Kantor Albert Frey erklärte. Und während er sich über << ein so volles Chorgestühl >> freute, in dem sich rund 60 Besucher zusammengefunden hatten, verlieh er zudem seiner Hoffnung Ausdruck, dass viele von ihnen im Anschluss an das Konzert möglichst generöse Spenden << zugunsten der Renovierung der großen Orgel von St. Mang >> geben würden.

Virtuose Zeitreise

Solche Spenden wären aber wohl schon allein eine adäquate Anerkennung der Darbietung des international tätigen Organisten gewesen. Der Künstler nahm die Zuhörer mit Stücken von unter anderem so bekannten Komponisten wie Girolamo Frescobaldi und Domenico Scarlatti auf geradezu virtuose Weise auf eine musikalische Zeitreise von mehr als 200 Jahren mit. Darüber hinaus machte der Italiener in ebensolcher Manier << anhand des Programmes die Entwicklung der Orgelmusik >> für die Besucher erkennbar, wie Frey zwischendurch betonte.

Demzufolge steigerten sich die von Castaldo präsentierten Klänge mit den ersten Werken Frescobaldis (<< Canzon dopo l Epistola >>, << Toccata per l Elevazione >>, << Bergamasca >> und << Toccata X >>) und beispielsweise Giovanni Salvatores << Canzone francese Terza >> über Scarlattis << Sonata in si minore >> bis unter anderem zu Luigi Gherardeschis Stück << Pastorella per l Elevazione >> von vergleichsweise ruhigeren bis hin zu beinahe fanfarischen sowie relativ komplexen Kompositionen. Der technisch reine und schöne Klang der historischen Orgel vereinigte sich dabei in wundervoller Harmonie mit dem meisterhaften Spiel Castaldos, der es selbst als << große Ehre >> bezeichnete, << dieses fantastische Instrument zu spielen >>.

Leidenschaftliche Zugabe

Demnach dürfte es der Organist wohl auch nicht als bloße Referenz an den kräftigen Applaus des Publikums betrachtet haben, mit einer Passage aus Gaetano Donizettis Oper << Lucrezia Borgia >> noch eine leidenschaftlich klingende Zugabe zu servieren.

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