Mobilfunk
Noch funkts nicht überall problemlos

Mit der Umsetzung des Mobilfunkkonzepts des Zweckverbands «Allgäuer Land» haben sich die Ostallgäuer Mobilfunk-Arbeitskreise in ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr befasst. Im Herbst 2008 war das Konzept in Nesselwang vorgestellt worden. Bei der Umsetzung gibt es aber noch Probleme, resümierten die Mobilfunkkritiker. Sie appellierten an die Betreiber, bei der Standortsuche dialogbereit zu sein, sowie an die Bürger, nur in Absprache mit der Kommune Verträge für Senderstandorte abzuschließen.

Standorte so auszuwählen, dass eine gute mobile Versorgung möglich und gleichzeitig Gesundheitsvorsorge betrieben wird, ist das Ziel des Mobilfunkkonzepts des Zweckverbands mit seinen zehn Mitgliedsgemeinden. Die Mobilfunk-Arbeitskreise wollen es der Bevölkerung näher bringen und für dessen Umsetzung werben. Auch wenn das Mobilfunknetz größtenteils ausgebaut ist, werden immer wieder neue Senderstandorte gesucht, beispielsweise wenn Vermieter Verträge nicht mehr verlängern oder kündigen. Das von einem unabhängigen Ingenieurbüro erstellte Mobilfunkkonzept bietet den zehn Kommunen die Möglichkeit, rasch Standorte vorzuschlagen, die eine gleichmäßige Versorgung gewährleisten und gleichzeitig die Belastung der Bevölkerung niedrig halten.

Zum Gelingen braucht es die Bereitschaft in der Bevölkerung, nur in Absprache mit der Kommune Verträge für Sender abzuschließen. «Glücklicherweise war diese Zusammenarbeit in der Vergangenheit meist sehr gut, was ja allen Bürgern zugute kommt», resümiert Renate Marek, Sprecherin der Bürgerwerkstätte Mobilfunk Nesselwang. Die Arbeitskreise appellieren an die Bewohner im südlichen Ostallgäu, nicht nachzulassen.

Für den angestrebten Dialog zwischen Kommunen und Betreibern gibt es im Gebiet des Zweckverbands gelungene Beispiele, etwa in Seeg und Roßhaupten, aber auch schlechte Erfahrungen wie in Pfronten, Nesselwang, Schwangau, Hopferau oder derzeit in Weißensee.

Hier setzen die Arbeitskreise auf die hochwertigen Standortberechnungen durch das EMF-Institut Köln, auf die anhaltenden Bitten und Forderungen der Bewohner, auf die Beharrlichkeit und das Verhandlungsgeschick der Bürgermeister und des Landrats und nicht zuletzt auf die Einsicht der Betreiber.

Schwerpunkt Aufklärung

«Wie kann es gelingen, die Bürger für dieses Thema sensibler zu machen?», fragte Thomas Lenz vom Arbeitskreis Schwangau. Die Sitzungsteilnehmer waren sich schnell einig, dass neben vielen persönlichen Gesprächen auch eine Veranstaltung im Zweckverbandsgebiet eine gute Möglichkeit bietet, umfassend über die gesundheitlichen Risiken zu informieren und Tipps für einen sinnvollen Umgang mit dem Mobiltelefon zu geben.

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