Wochenende
Nichts für schwache Nerven: Drachenflug am Tegelberg

Bei schönem Wetter gehören sie mit zum Allgäu: Drachen- und Gleitschirmflieger, die von den Allgäuer Gipfeln aus starten und scheinbar schwerelos durch die Lüfte gleiten. Dennis Hamann, Reporter bei RSA – Der Allgäusender, hat den Selbstversuch gewagt und ist vom Tegelberg zum Tandemflug mit einem erfahrenen Drachenflugpiloten gestartet.

Der Drachenflug kommt für den 26-jährigen Radioredakteur sprichwörtlich 'aus heiterem Himmel'. 'Am Samstagmorgen kurz vor 9 Uhr bekam ich einen Anruf vom Organisator der 4. King Ludwig Open, Benno Osowski. Ich solle in einer dreiviertel Stunde am Parkplatz der Tegelbergbahn sein', erzählt Hamann.

Am Tegelberg angekommen lernt Hamann seinen Drachenflug-Piloten Wolfgang Siess kennen. In der Gondel bergwärts mustern ihn die anderen Drachenflug-Profis und machen Scherze: 'Na, erster Flug? Wird schon werden, die verlieren selten einen!'

Pilot Wolfgang Siess versucht ihn zu beruhigen und weist ihn in die Drachenfliegerei ein. Zwei Regeln gilt es für Dennis zu beachten: Niemals dem Piloten in die Lenkstange greifen und gleichzeitig mit dem Piloten am Start loslaufen! Nach zwei Testläufen teilt Siess dem nervösen Reporter mit, dass es jetzt richtig losgeht.

Er zählt bis drei und sprintet mit Dennis im Schlepptau auf der Startrampe in Richtung Abgrund! Kurz vor dem Ende der Rampe trägt der Drachen die zwei Männer und hebt ab.

Bis zu 700 Höhenmeter schweben die beiden jetzt über das schöne Ostallgäu mit Schloss Neuschwanstein und beinahe unberührter Natur. Bäume erscheinen kleiner, alles wird leicht, Probleme werden unwichtig Klischees, die laut Dennis Hamann aber durchaus stimmen, wenn man durch die Luft schwebt.

'Ich habe mich wirklich wie ein Vogel gefühlt – So hoch über Schwangau und das Schloss Neuschwanstein zu fliegen, war einfach nur grandios und ich kann so ein Flug jedem weiterempfehlen – Vorausgesetzt, er hat keine Höhenangst!'

Für den Radio-Reporter bedeutet der Tandem-Drachenflug aber nicht nur 'Vergnügen', sondern auch ein bisschen Arbeit: Er ruft beim Studio-Moderator Rick Hölzl an und schildert live mit dem Handy seine Eindrücke. (Ausschnitte aus dem Telefoninterview hören Sie im Video.)

Wolfgang Siess fliegt seit 15 Jahren. Daher fühlt sich Dennis Hamann in der Luft sicher, von Höhen- oder Flugangst keine Spur. Nur beim Landeanflug bekommt der Reporter etwas Muffensaufen. Der Drachen muss steile Kurven fliegen, um an Höhe zu verlieren. Nach fünf temporeichen Kurven zieht der Pilot den Drachen wieder gerade.

Der Boden kommt immer näher, die mit Löwenzahn gesprenkelte Wiese rast an den Männern vorbei und dann setzen die beiden auch schon auf. Den letzten Schwung bremsen die beiden mit einem kurzen Sprint ab und rutschen die letzten paar Meter etwas holprig über die Wiese. Der harte Aufprall, den Dennis Hamann erwartet, bleibt aus. Mit zittrigen Knien steht der Radioreporter auf und lacht erst einmal, froh über den festen Boden unter seinen Füßen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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