Bücher
Neuerscheinungen zum 125. Todestag von Ludwig II.

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Im Herbst in Frankfurt, im Frühjahr in Leipzig gibt es nur eines: Bücher! Das geschriebene Wort hat - und das ist inzwischen eine Binsenweisheit - nichts von seiner Attraktivität verloren. Schließlich kann man auch am Computer oder Smartphone lesen und vor allem inzwischen Bücher auch hören. Doch nicht nur in Leipzig, wo morgen die Buchmesse zu Ende geht, sondern auch im Ostallgäu wird geschrieben und gelesen. Und ein paar neue Bücher wollen wir an dieser Stelle vorstellen.

Zum Ostallgäu, zu Schwangau gehört König Ludwig, dessen Todestag sich heuer am 13. Juni zum 125. Mal jährt. Dieses Jubiläum schlägt sich in einigen Neuheiten nieder. So hat Ludwig-Forscher Marcus Spangenberg, der auch schon in Füssen referierte, ein Postkartenbuch herausgebracht: «Grüße vom Märchenkönig» zeigt 36 Grußkarten aus der Zeit Ludwigs II.

Ein anderer großer Ludwig-Forscher ist Peter Glowasz. Der mysteriöse Tod Ludwigs II. im Starnberger See ist für den Schriftsteller «ein Jahrhundertverbrechen». Und er lässt nicht nach, die ultimative Aufklärung der Vorgänge zu fordern. Seine Erkenntnisse und Thesen sind schriftlich schon in mehreren Auflagen erschienen.

Nun hat er ein Hörbuch herausgebracht, auf dem 29 Forscher, Ärzte und zahlreiche Prominente aus Kultur und Kunst (darunter Klaus Kinski) Beiträge zu Ludwig sprechen. Untermalt werden die Texte mit Musik (unter anderem aus einem Ludwig-Musical), mit Hintergrundgeräuschen und mehr, so dass sich laut Peter Glowasz «sechs spannende Stunden» ergeben.

Auch Markus Richter, Kastellan von Schloss Neuschwanstein, ist Ludwig II. und seinen Inspirationen eng verbunden. Nach zwei ansprechenden Schlossführern für Neuschwanstein wagte sich der Autor des Kinderbuchs von Schlossgespenst Poldi und dem kleinen Ludwig nun an «Die Rheinkinder». Xanten, die Nibelungenstadt, ist Schauplatz dieses historisch-mystischen ersten Teils mit dem Untertitel «Gram». So heißt das Schwert von Wodan, Oberhaupt der Götter des Nordens, dessen Einfluss auf die Menschen schwindet und der daran leidet.

Dazu drängen ständig neue Götter in sein Reich, zuerst die der Römer, dann der Gott die Christen. Wodan handelt und schickt seine Seelenjungfer Brynhild nach Xanten, um König Sigmund als Verbündeten zu gewinnen. Doch Sigmund zweifelt am Glauben. Es kommt zu einem erbitterten Kampf.

Weit weg von den monumentalen Darstellungen dieser Nibelungensage ist Arno Wilhelm mit seinem Gedichtband «Schlicht&ergreifend». Der gebürtige Füssener, Jahrgang 1988, lebt inzwischen in Berlin und findet sich in zahlreichen Poetry-Foren, unter anderem auch beim Poetry-Slam von Arte. In Füssen erinnert man sich an Arno Wilhelm als Musiker mit der Band «Wasted Time», die seinerzeit beim Szene-Star der Allgäuer Zeitung antrat.

Nun hat der Informatik-Student die Gitarre gegen die Feder getauscht und würde sich freuen, wenn seine alten Bekannten im Ostallgäu auch mal einen Blick in seinen Lyrik-Band werfen würden.

 

Arno Wilhelm

 

Markus Richter

 

Peter Glowasz

 

 

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