Jufo Leiter
Neuer Leiter will mehr Jugendliche ins Füssener Jufo lotsen

Stefan Splitgerber hat schon Menschen durch tiefe Schluchten gelotst. Als geprüfter Canyoning-Guide leitete er acht Jahre lang eine Firma am Gardasee, die kommerzielle Touren durchführte – doch ein Gedanke spukte dem gebürtigen Füssener trotzdem durch den Kopf: 'Eigentlich wollte ich einen Beruf ergreifen, der mit Sozialpädagogik zu tun hat.' Das konnte er sich zumindest vorstellen, nachdem er seinen Zivildienst im Füssener Jugendhaus geleistet hatte. Als er für sein Unternehmen am Gardasee einen Nachfolger gefunden hatte, arbeitete der studierte Diplom-Sozialpädagoge zunächst ein Jahr im Kinderheim in Zell – dann übernahm er die Stelle des ehemaligen Jufo-Leiters Hans Jürgen Kreutzer, der sich in die Altersteilzeit verabschiedet hatte.

'Im Moment bin ich noch dabei, mich einzuarbeiten', erzählt der 37-Jährige beim Besuch in unserer Redaktion. Zunächst müsse er Kontakte knüpfen. Doch Splitgerber hat bereits klare Vorstellungen, was er erreichen will: 'Langfristig müssen mehr Jugendliche regelmäßig ins Jufo kommen.'

Zur Schulzeit seien das im Moment zwischen 30 und 50 im Schnitt, in den Ferien etwa 60. 'Das ist ausbaufähig', so Splitgerber.

'Blaulichtparty' und Netzwerk als nächste Vorhaben

Dieses Ziel erreichen wollen er und Nina Fahrnholz, mit der der Füssener das Betreuerteam bildet, vor allem mit neuen Angeboten: 'Im Mai veranstalten wir zum Beispiel eine ’Blaulichtparty’.' Eingeladen werden sollen alle Jugendlichen, die zum Beispiel bei Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bergwacht oder Technischem Hilfswerk aktiv sind.

Oder: Es soll ein Netzwerk gebildet werden mit Personen, die sich als Jugendliche oft im Jufo aufhielten. Splitgerbers Idee: Sie treten als 'Mentoren' für junge Leute von heute auf und helfen zum Beispiel bei der Suche nach einer Ausbildung.

Um die 'Ehemaligen' anzusprechen, habe er beim sozialen Netzwerk Facebook eine Internetseite eingerichtet. 'Etwa 150 haben sich bereits gemeldet.'

Apropos Ausbildung: Splitgerber sieht es als wesentliche Aufgabe an, dem Nachwuchs bei der Berufswahl Orientierung zu geben. 'Die Jugendlichen, die sich bei uns aufhalten, befinden sich in einer Phase, in der sie sich intensiv entwickeln.' Deshalb veranstaltet er am 18. und 25. Februar ein Bewerbungsseminar.

Verstärkung für das Team wäre willkommen

Gemeinsam mit Fahrnholz will Splitgerber diese und andere Ideen umsetzen und räumt ein: 'Wir sind ausgelastet.' Seitdem der Zivildienst nicht mehr existiere, fehle eine Kraft.

Aus diesem Grund sei es 'wünschenswert', wenn sich jemand für ein Freiwilliges Soziales Jahr entscheiden oder seinen Bundesfreiwilligendienst im Jufo leisten würde. Splitgerber: 'Das muss aber mit der Stadt abgesprochen werden.'

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