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Neuer Chefarzt für Füssens Gynäkologie

Der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren (KU) hat Dr. Winfried Eschholz zum neuen Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe in Füssen bestellt.

Bereits im Dezember hatte sich Eschholz dem Gremium vorgestellt und dabei die Verwaltungsräte überzeugt. Ab 1. April soll der jetzige Oberarzt der Frauenklinik Kaufbeuren in Füssen wirken. Von einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre spricht Landrat Johann Fleschhut mit Blick auf die jüngste Verwaltungsratssitzung in Marktoberdorf.

Fleschhut übernahm zum Jahreswechsel turnusgemäß den Vorsitz von Kaufbeurens OB Stefan Bosse. Gegenüber unserer Zeitung kündigte er an, sich intensiv um die Kliniken kümmern zu wollen: 'Ich will wissen, was läuft.'

In der ersten Sitzung unter seiner Federführung gab es einige Beschlüsse, die die Umstrukturierung der fünf Standorte konkretisieren. Dabei halte man am Konzept der Unternehmensberatung Kienbaum fest, so Fleschhut. Zusätzlich werden neue Ideen geprüft. Dies gilt beispielsweise für den Vorschlag, in Marktoberdorf nicht nur eine geriatrische Reha anzusiedeln, sondern auch die Akutgeriatrie.

Bei der 50. Verwaltungsratssitzung seit der Gründung des KU 2007 sprach sich eine sehr deutliche Mehrheit für einen Fortbestand des gemeinsamen Unternehmens von Stadt und Landkreis aus, berichtet Fleschhut. Ein einstimmiges Ergebnis gab es aber nicht. Damit stellen sich die Vertreter von Kreistag und Kaufbeurer Stadtrat gegen das Bürgerbegehren, das einen Austritt des Kreises aus dem Verbund anstrebt.

Die nun gefassten Beschlüsse setzen die Struktur um, die 2011 im Verwaltungsrat beschlossen wurde. Fleschhut sieht Buchloe auf einem guten Weg zum gemeinsamen Darmzentrum mit Kaufbeuren. Die Medizintechnik im nördlichen Standort soll durch einen Computertomografen modernisiert werden. Zudem bleibt St. Josef ein Haus der Grund- und Regelversorgung. Zum 1. Februar wandelt sich Obergünzburg zum Endoprothetikzentrum, das überörtlich Patienten anziehen soll.

Die internistische Betreuung der Patienten sei gewährleistet, betont Fleschhut. Damit die Behandlung dort erfolgt, wo die Planer die Schwerpunkte sehen, fasste der Verwaltungsrat einen grundlegenden Beschluss: Unternehmensintern ist verbindlich geregelt, dass verlagerbare Operationen an die Zentren gehen. Das sei im Interesse der Patienten, so Fleschhut. Denn dadurch erfolge die Behandlung beim Spezialisten.

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