Benefizkonzert
«Nacht der Kraniche»: Hunderte Besucher strömen in Kunsthallen am Lech

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Es war mehr als ein Benefizkonzert, es war eine eindrucksvolle Demonstration internationaler Solidarität: Zur «Nacht der Kraniche» strömten Hunderte Besucher in Peter Jentes Atelier in den Kunthallen am Lech, um die Musik von rund 30 Mitwirkenden aus dem Raum Füssen zu genießen und den Opfern der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan zu helfen.

Und während sich das bunte Publikum im Lauf des langen Abends trotz des ernsten Anlasses nicht nur an der abwechslungsreichen Musik erfreute (die Organisation des kostenlosen Konzerts lag bei Masako Sakai und ihren Künstlerkollegen), genoss es auch die internationalen gastronomischen Genüsse, deren Verkauf einen schönen Batzen Geld in die Spendenkasse brachte.

Dem Aufruf der japanischen Pianistin Sakai, ihren Landsleuten mit dieser Veranstaltung ein tradtionelles Zeichen der Hoffnung zu setzen (wofür der Kranich in Japan ein Sinnbild ist), waren auch einige Prominente gefolgt. So nahm Landrat Johann Fleschhut diesen «wichtigen Termin» als Anlass dafür, «gelebte Solidarität» zu zeigen.

Auch Füssens Tourismuschef Stefan Fredlmeier sei der Besuch der Kranich-Nacht «ein Herzensanliegen» - der Benefizabend sei, «ein schönes Zeichen gegenüber unseren japanischen Freunden». Gar als «moralische Verpflichtung» wertete Füssens Bürgermeister Paul Iacob sein Kommen.

Mitunter bildeten sich lange Schlangen, um die von Yukari Marks, Satoko Eberle und Shoko Umeda kredenzten Köstlichkeiten mit Honig, japanischem Reiswein, Ingwertee oder chinesischem Pflaumenwein zu erhalten. Andere labten sich etwa am Bier, das eine große Münchner Brauerei spendiert hatte. Auch die Nachfrage nach chinesichen Frühlingsrollen, die Olivia Huong, Caixia Felgenträger und Anna Cyran unter anderem anboten, war so groß, dass gegen Mitternacht alles ausverkauft war.

Da traf es sich gut, dass auch Sakai, Oliver Radke, Friedl Schweiger, Markus Zink, John Arthur Westerdoll, die «Weizenguys», «Ton in Ton», «Sixtie´s Disaster» und die vielen anderen Musiker und Sänger den größten Teil ihres bunten Programms schon vorgetragen hatten. Und natürlich gab es für die bunte Mischung aus Klassik, Chanson, Rock, Schlager und Jazz immer wieder stürmischen Applaus. Auch von Angelika Hofmann aus Füssen, die «wegen des guten Zwecks» gekommen war und «das gute Flair» des Abends genoss. Oder von Grit Linder aus Eisenberg, die mit ihrem Besuch gleichfalls «Hilfe bekunden» wollte.

 

Aus dem Land des Lächelns: Shoko Umeda, Satoko Eberle und Yukari Marks (von links) boten zugunsten der Opfer der Naturkatastrophe fernöstliche Köstlichkeiten.

 

Flagge zeigen: Jörg Kazmierzak schenkte Masako Sakai ein Bild mit der japanischen Fahne - gestaltet mit rund 300 Briefmarken.

 

Musik als Katastrophenhilfe: Bei der «Nacht der Kraniche» gaben zahlreiche Künstler in den Kunsthallen am Lech für Hunderte von Besuchern ein Benefizkonzert. Fotos: Berndt

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