Flussverbauung
Nach zehn Jahren Bauzeit sind die Maßnahmen an der Vils nun beendet

Vor zehn Jahren sah sie noch ganz anders aus, die Vils. Bis ins Jahr 2001 war der Fluss in ein Korsett gezwängt, was nicht nur für die Natur verheerenden Folgen hatte – auch die Bürger hatten zu kämpfen: Regelmäßig standen Teile der Stadt Vils unter Wasser. Diese Probleme dürften sich nun erledigt haben – in zehnjähriger Bauzeit wurde der Fluss für über sieben Millionen Euro renaturiert und trotzdem reguliert.

Es sei gelungen, die Interessen von Tourismus, Landwirtschaft, Naturschutz und der Menschen in Vils optimal zu vereinen, freuen sich die Verantwortlichen. Und für Bürgermeister Günter Keller ist der Abschluss des Projektes gar 'ein Feiertag für die Stadt: So können wir unseren Bürgern mehr Sicherheit bieten.'

Früher war es anders: 'Ich wohne über der Vils drüben und hatte als kleiner Junge regelmäßig schulfrei wegen dem Hochwasser. Die Brücke war einfach überflutet', beschreibt Otto Erd, der ehemalige Bürgermeister der Stadt Vils, in einem Film.

Einweihung der Vilsbrücke

Im Rahmen einer kleinen Feier weihte die Stadt in diesem Zuge auch die neue Vilsbrücke ein. Die Brücke und die Flussverbauung – beides dient dem Hochwasserschutz des Ortes.

Zur Aufweitung des Flusses hatte das Land mehrere Hektar Grund angekauft, um die Hochwasserdämme zurückzusetzen. Dadurch hat die Vils zusätzliche Überflutungs- und Umlagerungsflächen erhalten. Die neuen Uferschutzbauten wurden hinter der bestehenden Uferkante vergraben oder mit Schotter überschüttet.

Gegen Hochwasser gekämpft

'Gott sei Dank ist jetzt alles fertig – wir haben viele Stunden hier verbracht und gegen das Hochwasser gekämpft', sagt Josef Stebele, Kommandant der Feuerwehr Vils. Und Pfarrer Josef Bader freut sich, dass der Fluss jetzt über die Ufer treten könne, ohne dass im Ort alles schwimmt.

'Die Vils ist jetzt breiter geworden und die Biegungen, die sie wieder macht, lassen sie ganz von allein langsamer werden.' Auch Landeshauptmann Günther Platter ist begeistert: 'Wir unterstützen natürlich gerne ein Projekt, das der Natur und den Menschen gleichzeitig hilft', erklärt der österreichische Politiker.

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