Jubiläum
Nach Odyssee in Füssen gelandet: Eichstetter gratuliert Hopfenerin zum 95. Geburtstag

Die Jubilarin freute sich außerordentlich über den Besuch von Bürgermeister Maximilian Eichstetter.
  • Die Jubilarin freute sich außerordentlich über den Besuch von Bürgermeister Maximilian Eichstetter.
  • Foto: Stadt Füssen
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Dass Bürgermeister Maximilian Eichstetter sie an ihrem 95. Geburtstag besucht, war ihr ein Anliegen. „Ich bin Ihr Fan“, sagte Frau Z., die ihren vollen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, gleich zu Beginn des Treffens. Eichstetter kam dem Wunsch gerne nach, brachte eine kunstvoll gestaltete Karte, Blumen und Pralinen mit und hörte sich interessiert die Lebensgeschichte von Frau Z. an. Und die hat es in sich.

Geboren ist Frau Z. im Oktober 1925 in Neu-Ulm. In der Schule lernte sie ihren späteren Ehemann Theo kennen, den sie 1951 heiratete. Die Verbindung mit ihm sollte Frau Z. durch ganz Deutschland führen, bis sie 1980 in Füssen den richtigen Wohnort fand. „Ich habe Füssen sofort als Heimat angenommen.“

Aber von Anfang an: „Mein Mann hat schon in der Schule davon geträumt, Pilot zu werden“, erinnerte sich die rüstige Rentnerin bei dem Gespräch mit Eichstetter. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ihr Mann dann zum Piloten ausgebildet – bis der Treibstoff knapp und die Ausbildung abgebrochen wurde. Nach dem Krieg erhielt Theo Z. eine Anstellung bei der Bundeswehr – und durch die vielen Versetzungen begann die Odyssee: Ende der 50er Jahre zog das Ehepaar, das inzwischen drei Kinder hatte, nach Ottobrunn, Mitte der 60er Jahre in die Nähe von Bremen und Ende der 60er Jahre nach Köln.

Inzwischen war die Familie auf sieben Mitglieder angewachsen. Immer wenn Theo Z. berufsbedingt umziehen musste, hieß das auch für seine Frau und die fünf Kinder, die Koffer zu packen. Das galt auch für den Umzug nach Landsberg im Jahre 1971, wo die Familie bis 1976 lebte. „Mir war einfach immer wichtig, dass die Kinder ihren Papa haben.“

Erst im Jahre 1980 wurde es ruhiger: Familie Z. zog nach Hopfen am See. 40 Jahre ist das jetzt her. Und die Jubilarin bereut es kein bisschen. „Ich denk´ mir immer: Es gibt in Füssen nichts zu meckern. Es ist eine Stadt, die viel zu bieten hat.“

Theo Z. verstarb 2013. Frau Z. hat fünf Kinder, neun Enkel und einen Urenkel, die sie täglich erfreuen. „Ich bin ein sehr glücklicher Mensch, weil ich eine so tolle Familie habe“, sagte die Jubilarin mit strahlenden Augen.

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