Prozess
Mit Eisenstange auf Wagen des Bruders eingedroschen

«Ich schlag Dir Deine Bernhardinerfotze so zusammen, dass Du keine Brille mehr aufsetzen kannst.» Mit diesen Worten soll ein 51-jähriger Premer Ende Mai 2009 seinen Bruder beschimpft und mit einer Eisenstange eine Scheibe und den Seitenspiegel dessen Wagens eingeschlagen haben. Anschließend soll der Beschuldigte versucht haben, seinen Bruder und dessen Tochter mit Fäusten und einem faustgroßen Stein durch die zerbrochene Scheibe zu verletzen. Die beiden hatten dabei Todesangst und leiden seither an Schlafstörungen. So steht es in der Anklageschrift gegen den Premer, der sich nun vor dem Landgericht München II verantworten muss.

Wegen Schlägerei in Wirtschaft bereits verurteilt

Die Liste der Vorwürfe geht allerdings noch weiter: Neben der Attacke gegen seinen Bruder werden dem 51-Jährigen gefährliche Körperverletzungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Fahren ohne Führerschein vorgeworfen. Schon einmal war er wegen Körperverletzung bei einer Wirtshausschlägerei verurteilt worden und hatte sich wegen unerlaubten Waffenbesitzes verantworten müssen. Weil seine Ausfälle in letzter Zeit immer heftiger wurden, hatte das Weilheimer Amtsgericht den Premer vorübergehend in der geschlossenen Abteilung eines Klinikums unterbringen lassen. Der Mann leidet angeblich unter einer manisch-depressiven Psychose und ist laut Anklage «für die Allgemeinheit gefährlich».

«Zum Prozessauftakt sagte er, dass die Vorwürfe gegen ihn übertrieben seien», erläuterte Margarete Nötzel, Pressesprecherin am Landgericht München II. Das Urteil soll am 15. Dezember gefällt werden. (kk)

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