AZ-Leseraktion
Mit Abriss des Füssener Bahnhofs können sich nur wenige anfreunden

Wie geht es nach dem Ausstieg der «ideal mobil AG» mit dem Füssener Bahnhof weiter? Soll das historische Gebäude aus dem 19.Jahrhundert wie ursprünglich geplant einem Neubau weichen? Oder wäre eine Sanierung sinnvoller? Wenn ja, wie steht es dann um die künftige Nutzung? Wäre etwa ein Bürgerzentrum, wie es die Füssener Grünen vorschlagen, das Richtige?

Diese Fragen stellte die Allgäuer Zeitung jüngst ihren Lesern und stieß dabei auf ein enormes Echo. Fazit: Die überwiegende Mehrheit spricht sich für den Erhalt des stadtbildprägenden Bauwerks aus. Hier eine erste Auswahl eingegangener Meinungen, weitere Zuschriften folgen:

l «Das Scheitern des geplanten Bahnhof-Neubaus sollte als Chance genutzt werden», findet Peter Griegel aus Füssen. «Weder hätte das vorgesehene futuristische Bauwerk in unser schönes Allgäu gepasst, noch haben die Planer an die Unterhaltskosten des Holzgebildes gedacht.» Er regt an, das alte Fachwerk freizulegen und einen in der Größe bedarfsorientierten Neubau in konservativem Baustil zu errichten - dieser könne durchaus gefällig sein, wie aktuell die Erweiterung des Hotels Kurcafé zeige.

Diese Variante könne auch das Argument der Straßenführung nicht zu Fall bringen: Griegel schlägt vor, die komplette Luitpoldstraße stadteinwärts als Einbahnstraße zu verlängern. Stadtauswärts solle der Verkehr ab dem Luitpoldkreisel ebenfalls nur in eine Richtung über Bahnhofstraße und Freybergpark-Durchstich laufen.

l «Im Stil passt der Bahnhof genau zur umgebenden Bebauung. Er gehört, was höchste Zeit wäre, renoviert und das ursprüngliche Fachwerk im Obergeschoss freigelegt», betont auch Theodor Walz aus Füssen. Und weiter: «Ein Neubau wäre ein Fremdkörper. Wenn ich an die früheren Vorschläge denke, kommt mir das Grausen.»

l «Der Vorschlag von Frau Lax findet meine volle Zustimmung», schreibt Thomas Schinagl aus Füssen: «Das alte Gebäude sollte saniert werden.» Würden zudem die Räume für FTM untergebracht, so wäre dies «Aushängeschild» für Füssen und direkter Anlaufpunkt für jene Gäste, die mit dem Zug ankommen.

l «Den alten Bahnhof in seiner Architektur belassen und nur eine Grundrenovierung vornehmen.» Das schlagen auch Gerda und Franz Bechteler vor. Das Gebäude sollte innen mit dem neuesten technischen Standard ausgerüstet sein, hygienische Sanitäranlagen erhalten, die Gästeinformation beherbergen und zudem Kiosk und Reiseandenken integrieren. «Unser alter Bahnhof passt in das Stadtbild. Außerdem ist auf der Südseite der Busbahnhof vorhanden.

» Würde dann die Bahnhofstraße in Richtung Westen als Einbahnstraße geöffnet, hätte Füssen einen «funktionierenden Verkehrsknotenpunkt».

l Für einen Abriss ist dagegen Leserin Ute Pechtel: «Ich stelle mir die Zukunft unseres Bahnhofs als Neubau im Allgäuer Stil mit Restauration und Biergarten vor. Das würde nicht nur von Touristen, sondern auch von Einheimischen angenommen werden», ist sie sicher.

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