Oal Jugendhilfe Haushalt
Mehr Geld für Jugendhilfe

Der Haushalt des Landkreises Ostallgäu soll bei den Ausgaben für die Jugendhilfe im laufenden Jahr von 6,4 Millionen Euro (2010) auf 6,7 Millionen Euro steigen. Höhere Kosten gibt es vor allem in der Eingliederungshilfe und bei den Hilfen zur Erziehung Jugendlicher und junger Volljähriger.

Risiken sind für Jugendamtsleiterin Petra Mayer vor allem Kosten, die sich aus dem Schulfinanzierungsgesetz ergeben. So rechnet die Behörde heuer mit 110000 Euro mehr für die Heimunterbringung junger Menschen. Ein Unsicherheitsfaktor sind auch die Kosten für die Kindertagesbetreuung. So streiten die verschiedenen Ebenen derzeit noch, wer die Kosten für das Mittagessen von Betreuungseinrichtungen übernimmt. Das Jugendamt hat daher vorsorglich 60000 Euro zusätzlich eingestellt. Zudem fallen möglicherweise Zahlungen der Jobcenter (Hartz IV) für Jugendliche weg, für die dann der Landkreis aufkommen muss. Noch offen sind die Kosten, die durch die Inklusion, also die Integration behinderter Schüler in die Regelschule, entstehen.

Organisation unter der Lupe

Im Haushalt finden sich auch 30000 Euro für ein Organisationsgutachten für das Jugendamt. Ziel, so Landrat Johann Fleschhut, sei es angesichts der hohen Verantwortung der Abteilung auch einen Blick von außen zu riskieren. Es gehe dabei nicht darum, an der Qualität zu sparen. Wichtig sei aber, bei hoher Qualität möglichst kostengünstig zu arbeiten. Der genaue Umfang des Gutachtens wird erst nach einem Projekttag des Jugendamts feststehen.

Der Fachausschuss stimmte dem Jugendhilfeetat einstimmig zu und empfahl dem Kreistag, den Haushalt so zu verabschieden. Dieser Schritt wird voraussichtlich am Montag, 21. März, vollzogen, wenn der Kreistag erstmals im neuen Sitzungssaal tagt.

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