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Straßenbau
Mehr Gas geben bei Umfahrung in Richtung Schwangau

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Ohne Umgehungsstraße in Richtung Schwangau wird Füssen die Verkehrsprobleme nie in den Griff bekommen. Das steht für Stadtrat Martin Lochbihler (CSU) fest. Allerdings vermisst er, dass die Stadt die Forderung nach der Umfahrung mit dem nötigen Nachdruck in München und Berlin vorbringt. Eine Einschätzung, die Bürgermeister Paul Iacob (SPD) nicht teilt: Auf vielen Ebenen arbeite man daran, die Umfahrung bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes (eventuell im Jahr 2014) in den vordringlichen Bedarf zu bringen. << Vorher können wir Ostereier legen und jeden rebellisch machen - aber auf 2014 kommts an >>, lehnte der Rathaus-Chef jede Form von Aktionismus ab.

Mit Blick auf die sich zur Zeit wieder häufenden Staus in Füssen plädierte Lochbihler dafür, dass sich die Kommune erneut bei Behörden und Ministerien für den Bau einer ortsnahen Umgehung einsetzen müsse. Man müsse diese Forderung << mit absolutem Nachdruck vertreten >>. Denn daran fehle es - dies sei nicht nur seine Einschätzung.

Schuh nicht anziehen

Diesen Schuh wollte sich Bürgermeister Iacob freilich nicht anziehen. Man dürfe nicht glauben, dass die Verwaltung und er << untätig dasitzen >>. So verwies der Rathauschef unter anderem auf Gespräche, die Landrat Johann Fleschhut und er bei der Obersten Baubehörde führen wollen. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer wisse längst um die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße von Füssen nach Schwangau. Iacob erinnerte zudem an die Bemühungen des Füssener CSU-Ortsvorsitzenden Dr. Hans-Martin Beyer, der einen moderierten Ent- scheidungsprozess anstoßen will (wir berichteten). Auf vielen Ebenen werde derzeit daran gearbeitet, dass der Bund die Umgehungsstraße im Jahr 2014 in den vordringlichen Bedarf aufrücken lässt.

Nicht auf die Schnelle

Vor allzu großen Hoffnungen, dass nach dem Jahr 2014 die Umfahrung auf die Schnelle realisiert werden könne, warnte der Rathaus-Chef allerdings: << Glauben sie bitte nicht, dass wir diese Straße innerhalb der nächsten zwölf Jahre erhalten werden. >> Das deckt sich mit Aussagen des Staatlichen Bauamts in Kempten: Wenn das Vorhaben vom Bundestag als << vordringlich >> eingestuft wird, könnten für die Planung bis zu zehn weitere Jahre vergehen. Komme es zu massiven Einwendungen gegen das Projekt, könne sich der Baubeginn bis 2024 hinziehen. Bis zur Fertigstellung der Umgehungsstraße könne es dann noch mehrere Jahre dauern.

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