Neue Aktion von Michelle Derbach
Mahnwachen-Marathon für Wahlrecht ab 16 Jahren bis 2023

Michelle Derbach, Hauptorganisatorin der "Fridays for Future"-Ortsgruppe Füssen/Pfronten bei einer Mahnwache für die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinlandpfalz, Nordrheinwestfalen und Bayern. (Archivbild)
  • Michelle Derbach, Hauptorganisatorin der "Fridays for Future"-Ortsgruppe Füssen/Pfronten bei einer Mahnwache für die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinlandpfalz, Nordrheinwestfalen und Bayern. (Archivbild)
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Michelle Derbach, Hauptorganisatorin der Fridays for Future Füssen/Pfronten, hält ab dem 22.10 einen Mahnwachen–Marathon für die Einführung des Wahlrechts ab 16 Jahren bei den Landtagswahlen 2023 in Bayern. Die Mahnwachen sollen laut einer Pressemitteilung kontinuierlich bis in das Jahr 2023 an unterschiedlichen Standorten in Bayern abgehalten werden.

Michelle Derbach begründet ihre Aktion wie folgt:

In etwa eine halbe Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren würden bei den Landtagswahlen in Bayern derzeit vom Wahlrecht ausgeschlossen werden. Damit einhergehend besteht die Gefahr, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen weniger stark berücksichtigt werden, da sie an der Wahlurne keinen Druck ausüben können. Das gilt insbesondere für eine alternde Gesellschaft wie sie es in Deutschland gibt.

Die Vorenthaltung des Wahlrechts entspricht nicht dem Sinne der UN -Kinderrechtskonvention 1992. Laut Artikel 12 hat jedes Kind das Recht seine eigene Meinung zu bilden und frei zu äußern. Dazu gehört nach Meinung von Michelle Derbach selbstverständlich auch das Wahlrecht.

Wenn Kinder und Jugendliche früher wählen dürften, würde damit auch ihre politische Bildung gefördert werden. Früher als heute stehen die Heranwachsenden vor der Aufgabe, sich mit den politischen Parteien auseinanderzusetzen. „Heute sieht sich die Gesellschaft mit Herausforderungen wie dem Klimawandel konfrontiert, deren Folgen weit in die Zukunft reichen. Es wäre also folgerichtig, die Menschen, die am längsten an den Folgen zu tragen haben, schon heute an weitreichenden Entscheidungen zu beteiligen.“, so Michelle Derbach.

Das Jugendliche leichter in ihrer Meinung oder im Wahlverhalten manipulierbar seien und dadurch mehr zu Extrempositionen neigen, weist Michelle Derbach ausdrücklich zurück. Auch Erwachsene sind sicher manipulierbar und können zu extremen Positionen tendieren. Welches sich auch deutlich an dem Wahlverhalten (AFD-Wähler) mancher Erwachsener manifestiert. Warum wird sodann an Jugendlichen ein höherer Maßstab gesetzt?

Auch würden Politiker*innen die Jugendlichen als in der Zukunft potenzielle Wähler*innen noch verstärkter ernst nehmen. Durch ein Mitbestimmungsrecht bei Wahlen wird auch das Demokratieverständnis der Jugend gestärkt und gefestigt.

Vorreiter in der EU für ein Wahlrecht ab 16 auf allen Ebenen ist Österreich. Hier dürfen Jugendliche ab 16 Jahren bereits seit 2007 an allen Wahlen teilnehmen. Viele Länder in EU folgen dem Beispiel von Österreich und stärken somit das Grundrecht auf Mitbestimmung der Jugend.

Beginn der ersten Mahnwachen ist am Freitag, den 22.10.2021 vor dem Stadtbrunnen in Füssen in der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr.

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