Sattelzug
LKW-Fahrer stirbt bei Unfall in Halblech

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Zu einem Unfall mit fatalen Folgen ist es gestern in Halblech (Ostallgäu) gekommen: Dort geriet gegen 13 Uhr ein Sattelzug aus Thüringen auf der Ortsdurchfahrt (B17) von der Fahrbahn ab und prallte frontal in ein Haus. Die Gründe für das Unglück sind bisher ungeklärt. Der Fahrer des 40-Tonners war sofort tot. Er wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Am Haus, in dem sich zum Zeitpunkt des Unfalls keine Menschen aufhielten, entstand erheblicher Sachschaden.

Zeitweise wurde befürchtet, es könne einstürzen. Hermann Fischer hat den Unfall von seinem nahegelegenen Wohnhaus aus gesehen. Der 66-Jährige sitzt oft am Fenster und beobachtet die Straße. Wenige Minuten vor dem Unfall hatte er noch Kinder gesehen, die die Straße entlang liefen. Dann steuerte der Lastwagen aus Richtung Steingaden die Ortsdurchfahrt entlang. Kurz vor der Ausfahrt in Richtung Schwangau zog er plötzlich über die Gegenfahrbahn und prallte in das Haus, das gegenüber dem Gasthaus 'Adler' steht. 'Der ist bolzengerade da reingefahren, keine Kurve, kein Wackeln', sagt Fischer. Ein anderes Auto hat er nicht gesehen.

Aufbau biegt sich nach hinten

Auch die Polizei geht nicht davon aus, dass andere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt sind. Der Lastwagenfahrer, dessen Identität noch nicht sicher geklärt ist, sei allein beteiligt gewesen, sagt Füssens Polizeichef Edmund Martin. Warum der 40-Tonner ohne zu bremsen von der Fahrbahn abkam, ist noch nicht klar.

Der Sattelzug hatte nur leere Gitterboxen geladen, dennoch bohrte er sich tief in das Gebäude hinein. Vom Führerhaus war praktisch nichts mehr zu sehen, der ganze Aufbau des Hängers hatte sich nach hinten gebogen. Das Erdgeschoss sei beschädigt, sagt Martin, ebenso Teile des Obergeschosses. Um mit der Bergung beginnen zu können, mussten Helfer erst das Gebäude abstützen.

Hausbesitzer Thomas Heiserer, ein 40-jähriger Schreiner, war zum Unfallzeitpunkt auswärts bei der Arbeit. 'Ich habe einen Anruf gekriegt, dass ich heimkommen soll', sagt er, während er auf den Lastwagen und sein Haus blickt. Der Sattelzug hat beim Aufprall vor allem die Garagen des Hauses getroffen, fährt er fort. Was nun noch alles auf ihn zukommt, weiß er nicht: 'Ich bin momentan sehr ratlos.'

Laut Polizei beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 300.000 Euro. Das Haus sei aber weiter bewohnbar. Rund 50 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehren aus Trauchgau, Schwangau und Steingaden, des THW, des Roten Kreuzes und eines Kriseninterventionsteams waren vor Ort, ebenso ein Rettungshubschrauber. Die Ortsdurchfahrt von Halblech war während der Bergungsarbeiten gesperrt.

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