Gericht
Lechbrucker erhält Quittung für rasante Flucht vor Polizei

Er lieferte sich eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit der Polizei und bekam dafür jetzt die Quittung: Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Nötigung und Widerstand gegen die Beamten ist ein 51-jähriger Mann aus Lechbruck vor dem Amtsgericht Weilheim zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt worden. «Sie wird sich nach Widerruf einer Bewährungsstrafe auf eineinhalb Jahre belaufen», erläutert Direktor Wilfried Wittig. Zudem seien noch drei Jahre isolierte Führerscheinsperre verhängt worden.

Mitte November 2009 war der Lechbrucker - er war bereits unter anderem wegen Fahrens mit zu viel Alkohol am Steuer und ohne Führerschein vorbestraft - gegen Mitternacht in eine Polizeikontrolle in Peiting geraten. Doch anstatt seine Papiere zu zeigen, machte sich der Mann mit seinem Auto plötzlich aus dem Staub. Daraufhin nahmen insgesamt sieben Streifenwagen die Verfolgung auf.

Doch das beeindruckte den Ostallgäuer nicht. Im Gegenteil: Der 51-Jährige raste mit seinem Wagen direkt auf ein entgegenkommendes Polizeiauto zu - der Beamte am Steuer wich über eine Böschung aus und landete mit dem Wagen auf einer Wiese. Der Sachschaden belief sich auf rund 6000 Euro. Doch damit nicht genug: Der Lechbrucker ließ sich auch nicht von zwei Straßensperren aufhalten und flüchtete über einen Feldweg.

Über eine Stunde später observierten die Beamten das Wohnhaus des Lechbruckers - auch dort konnten sie ihn nicht stellen.

Aussage anfangs verweigert

Auch vor dem Weilheimer Amtsgericht zeigte sich der 51-Jährige jetzt anfangs alles andere als kooperativ. «Der Angeklagte verweigerte bei Prozessbeginn erst seine Aussage - so als müsste man ihm erstmal nachweisen, dass er am Steuer gesessen hatte», schildert Amtsgerichtsdirektor Wittig.

Nach langer Verhandlung habe der Kaufmann aber doch noch zugegeben, dass er der Fahrer gewesen sei. Ebenso habe der Lechbrucker beteuert, dass er niemanden habe gefährden wollen. Dem Direktor zufolge hat der zuständige Richter allerdings den Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr fallen gelassen.

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