Trinkwasser
Landet Hohenschwangau mitten im Wasserschutzgebiet?

Es ist alles andere als üblich, was nun im Ostallgäu geplant ist: Fast der komplette Ortsteil Hohenschwangau soll in einem neu ausgewiesenen Wasserschutzgebiet liegen. «Wir sehen derzeit keine andere Möglichkeit», beteuert Wolfgang Kühnl vom Landratsamt: Es sei gewiss «nicht üblich», ein Schutzgebiet mit einem Ort auszuweisen - allerdings nicht mehr zu vermeiden.

Die Stadt Füssen bezieht ihr Wasser aus Brunnen im Nachbarort Schwangau. Doch das dazugehörige Wasserschutzgebiet entspricht nicht den tatsächlichen Grundwasserströmen, wie vor Jahren festgestellt wurde.

Es gibt zwei Lösungsansätze: Entweder wird ein neues Schutzgebiet ausgewiesen, in dem weite Teile Hohenschwangaus liegen. Oder aber Füssen muss neue Brunnen für sein Trinkwasser anzapfen.

Allerdings waren erste Probebohrungen der Stadt in Schwangau nicht erfolgreich, für weitere Bohrungen verweigerten Grundstückseigentümer ihre Zustimmung. Auch die Suche nach Alternativen war laut Verwaltungsdirektor Kühnl nicht von Erfolg gekrönt.

Daher empfiehlt die Kreisbehörde, dass Füssen sein Trinkwasser weiterhin aus den alten Brunnen beziehen und ein neues Wasserschutzgebiet inklusive Hohenschwangau beantragen soll. << Das kanns nicht sein >>, kündigt Schwangaus Bürgermeister Reinhold Sontheimer bereits Widerstand gegen diese Pläne an.

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