Grüne
Landesvorsitzende Theresa Schopper bei Mitgliederversammlung in Füssen

Ein Windrad vor Schloss Neuschwanstein ist auch für Theresa Schopper undenkbar. Gleichwohl gab die Landesvorsitzende der Grünen beim Besuch ihrer Füssener Parteifreunde ein klares Bekenntnis für die Energiewende ab.

Sie plädiert für den Ausbau der Windenergie - am besten durch Anlagen mit genossenschaftlicher Beteiligung. Denn: "Die Bürger sollen davon profitieren", sagt die 51-Jährige. Der Besuch bei den Füssener Grünen war ein Heimspiel für Schopper.

Ist sie doch in der Lechstadt geboren und verbrachte in der Region ihre ersten 19 Lebensjahre, ehe sie zum Studium nach München zog und dort blieb. Nun will sie im Ostallgäu für den Landtag kandidieren, dem sie seit 1994 mit Unterbrechung angehört. Die Idee zur Kandidatur reifte im Herbst.

Nach dem Tod ihrer Mutter in Füssen reifte in Schopper der Wunsch, dorthin zurückzukehren, wo sie aufgewachsen ist. Das Heimspiel bei den Füssener Grünen begann allerdings verspätet: Die Landesvorsitzende kam eine Stunde zu spät, da sie mit dem Auto im Stau gestanden hatte.

Dann aber ging’s in die Vollen: Schopper wollte wissen, welche Themen den Grünen vor Ort unter den Nägeln brennen. Ein Punkt: der Nationalpark Ammergebirge. Der größte Widerstand komme aus Schwangau und von Gruppierungen wie den Jägern, sagt Hubert Endhardt. In anderen Bereichen rund ums Ammergebirge gebe es mehr Zustimmung als Ablehnung, führte der stellvertretende Landrat aus.

Eine Einschätzung, die Schopper nicht ganz teilte: Ihr Landtagskollege Florian Streibl (Freie Wähler, Oberammergau) habe sich brüsk gegen die Pläne für einen Nationalpark verwahrt. Hier müsse man sicher noch dicke Bretter bohren, meinte sie. Man müsse achtgeben, dass sich die Fronten nicht verhärten.

Eines der weiteren Themen war das Bildungssystem: Ein 'Schulsterben' habe es auch in der Region schon gegeben, sagte Endhardt. Dagegen werden sich die Grünen stemmen, versicherte Schopper: 'Die Schulen sollen im Dorf bleiben.' Denn wenn eine Schule geschlossen werde, sei der Anreiz für Familien, dorthin zu ziehen, beim Teufel.

Bis zur Ankunft von Schopper hatten die 16 Mitglieder zählenden Füssener Grünen ihre reguläre Jahresversammlung abgehandelt. Ortsvorsitzende Ingrid Stubbe erinnerte an die Aktivitäten der vergangenen zwei Jahre.

Sie reichten von Aktionen zum Abschalten der Atomkraftwerke über Vorstöße in Sachen Bürgerspital, Stadtentwicklung und Baumschutzverordnung bis hin zum Antrag von Stadträtin Petra Schwartz, wonach die städtischen Liegenschaften nur noch Ökostrom beziehen sollten.

Der fand freilich keine Mehrheit im Kommunalparlament – doch Endhardt empfahl, ihn in einem Jahr erneut zu stellen: 'Ich würde da keine Ruhe geben.' Beim Blick nach vorne wollen sich die Grünen in Sachen Neubau Bahnhof einbringen und sich mit dem Thema moderner Wohnungsbau befassen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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