Autobahn
Lärmschutz an der A7 bei Seeg ist ausgeschöpft

Im Wesentlichen sind die Lärmschutz-Maßnahmen an der A7 bei Seeg ausgeschöpft. Nur kleine Nachbesserungen wären denkbar. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in einem Brief an Dr. Theo Waigel geschrieben. Der ehemalige Bundesfinanzminister hatte sich für weitere Maßnahmen starkgemacht und Herrmann im August des vergangenen Jahres nach Seeg eingeladen (wir berichteten). «Was bisher an Abschirm-Möglichkeiten gemacht wurde, geht weit über das hinaus, was vorgesehen war», sagt Seegs Bürgermeister Manfred Rinderle auf Nachfrage unserer Zeitung. Dass keine großen Nachbesserungen mehr möglich sind, müsse man akzeptieren. Der Brief Herrmanns im Einzelnen:

Aus Gründen des Naturschutzes seien hier keine Bepflanzungen möglich, schreibt Herrmann. Rinderle: «Da kann man nichts machen.»

Gsöllen: Hier hatte man zunächst überlegt, einen Erdwall aufzuschütten. «Da der moorige Untergrund setzungsempfindlich ist, wären sehr aufwendige und teure Gründungsarbeiten notwendig», schreibt der Minister. Einschließlich zusätzlicher Arbeiten (Verlegung von Leitungen und eines Feldweges plus Sichtschutzwand auf einem Brücken-Bauwerk) würden Kosten von rund 1,5 Millionen Euro anfallen. «Eine solche Lösung wäre nicht zu vertreten», so Herrmann. Rinderle: «Dass sich das nicht finanzieren lässt, ist nachvollziehbar.»

Unterhalden: Eine rund 150 Meter lange Sichtlücke könnte mit Bepflanzungen geschlossen werden. Weil zwischen der Autobahn und einem Feldweg nicht genügend Platz ist, müsste die Bepflanzung auf Privatflächen erfolgen. «Das geht nur, wenn die Grundstückseigentümer mitziehen», sagt Rinderle.

Alpe Beichelstein: «Entlang der Autobahnböschung wurde bereits eine zusätzliche verdichtende Bepflanzung angeordnet», schreibt Herrmann. Aufgrund der exponierten Lage sei aber ein umfassender Sichtschutz «nicht möglich». Rinderle: «Ein Tunnel würde hier helfen.» Das sei aber unrealistisch.

Dederles/Unterreuten: Ein rund 220 Meter langer und mindestens vier Meter hoher Wall könne hier eine Sichtlücke schließen. Die Kosten würde der Bund jedoch nicht übernehmen. «Vielleicht ist einmal Aushub übrig», sagt Rinderle. Alternativ ist laut Herrmann eine Sichtabschirmung durch Pflanzen denkbar. Dafür müssten jedoch die betroffenen Grundstückseigentümer grünes Licht geben.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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