Kurgespräche
Kurgespräche in Füssen: Gottesbild und Bibelgeschichten in Film und Fernsehen als Thema

Zum vorletzten Abend in der Reihe 'Kurgespräche' sind 30 Besucher ins Franziskanerkloster gekommen. Im Rampenlicht stand mit Dr. Michael Bauer ein Referent, der sich als Akademischer Rat an der Uni Würzburg um eine moderne Ausbildung von Religionslehrern kümmert. In seinen Seminaren geht es auch um die Frage, wie biblische Geschichten in Film und Fernsehen heute nacherzählt werden.

Titel seines – mit vielen Filmszenen illustrierten – Vortrags war 'Mein Gottesdienst ist das Fernsehen'. Ob Bauer damit provozieren wollte, sei dahingestellt. Die 90 Minuten ernteten starken Beifall, weil sie nicht nur unterhaltsam, sondern auch erhellend waren.

'Gott' tauche im Film erst um das Produktionsjahr 2000 auf: als Kind, als humorvoller farbiger Mann und als Frau – die Regisseure zeichneten mit diesen Figuren sympathische Gottesbilder und keinen 'strengen Herrn'.

Dass in einem verfilmten Comic – wie dem einst als Schund verteufelten 'Superman' – das Thema Erlösung bildlich umgesetzt wird, verdeutlichte Bauer ebenso seinem Zuhörerkreis wie die seiner Ansicht nach gelungene Verbildlichung von Begriffen wie Glaube und Hoffnung in Spielfilmen.

Es liege immer im Auge des Betrachters: So könne der Kinohit 'Titanic' durchaus als ein Evangelium der Liebe angesehen werden. Unstrittig sei, dass neue Medien das spirituelle Leben bereichern könnten.

Letzter Vortrag: Pater Michael schließt die Reihe am Dienstag, 28. August, 20 Uhr. Er beleuchtet den Zusammenhang zwischen 'Gehirnforschung und Nächstenliebe'.

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