Vorwürfe
Kritik an Zuständen in Lechbrucker Asylbewerberunterkunft: Gewalt und Rassismus

Schweren Vorwürfen sehen sich die Verantwortlichen einer Asylbewerberunterkunft in Lechbruck (Ostallgäu) ausgesetzt: Die Organisation 'Karawane', die sich nach eigenem Bekunden für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten einsetzt, prangert öffentlich an, dass Bewohner des früheren Reiterhofs Gewalt und Rassismus ausgesetzt seien. Die Einrichtung müsse aufgrund verschiedener Missstände geschlossen werden, fordert die Organisation.

Konkret spricht 'Karawane' von mehreren Fällen von Körperverletzung sowie Beleidigungen und willkürlichen Verboten. So sei eine Bewohnerin im Streit um die Benutzung einer Waschmaschine an der Hand verletzt worden. Eine Schwangere sei außerdem mit Schlägen traktiert worden.

Das Polizeipräsidium in Kempten bestätigt, dass wegen zwei Vorfällen (einer im August, einer Mitte November) ermittelt werde. Dabei gehe es jedoch nur um leichte Fälle von Körperverletzung, zu denen der Polizei zudem Anzeigen von beiden Seiten vorlägen. Der Vorwurf des Rassismus sei in diesem Zusammenhang nicht aufgetaucht.

Das Landratsamt Ostallgäu, das die Unterkunft angemietet hat, stuft die Vorwürfe von 'Karawane' gegenüber der Allgäuer Zeitung als 'überwiegend unzutreffend' ein. Wobei die Kreisbehörde bestätigt, dass es vor kurzem zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Bewohnerin und der Betreiberin des Reiterhofes gekommen sei.

Die Vorwürfe seien vor dem Hintergrund zu sehen, dass vier nigerianische Familien seit einiger Zeit eine Verlegung aus der von 58 Flüchtlingen genutzten Einrichtung fordern. Diese Forderung sei in der Vergangenheit auch lautstark und teilweise 'handgreiflich vorgetragen' worden. Vier Bewohner der Einrichtung hatten sich auch beim spektakulären Hungerstreik von Asylbewerbern vor wenigen Tagen in München beteiligt.

Mehr Informationen sowie Stellungnahmen von Seiten des Landratsamtes Ostallgäu finden Sie in der Allgäuer Zeitung und den Heimatzeitungen vom 02.12.2014 (Seite 19).

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