CSU Ostallgäu
Kreisverband bestätigt Angelika Schorer mit 97,1 Prozent der Stimmen

Mit 135 von 139 Stimmen (97,1 Prozent) steht die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer (Jengen) weiter unangefochten an der Spitze der Ostallgäuer CSU. Auch ihre vier Stellvertreter wurden mit ähnlichen Ergebnissen bestätigt: Dr. Alois Kling (Pfronten) bekam 130 Stimmen, Kaspar Rager (Germaringen) 138 und der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (Kaufbeuren) 134. Neu im engeren Vorstand ist der 36-jährige Landwirt Christoph Knestel (Leuterschach), der mit 136 Stimmen gewählt wurde. Er übernimmt den Posten von Eduard Gapp (Marktoberdorf), der nicht mehr antrat.

Insgesamt verlief die Kreisversammlung in Leuterschach sehr ruhig und konzentriert. Dr. Christian Alex moderierte den Wahlmarathon, in dem neben den Vorstandsposten auch die Delegierten für die Parteitage auf Bezirks- und Landesebene zu vergeben waren.

In ihrem Bericht freute sich Schorer, dass in den Ortsverbänden viele junge Mitglieder Verantwortung übernommen hätten. Und sie dankte den oft langjährigen Ortsvorsitzenden, die sich aus ihren Ämtern zurückgezogen hatten, für ihren Einsatz. Schorer stellte heraus, dass sich der Kreisvorstand intensiv mit der Modernisierung der Partei befasst hatte. Hermann Prielmann legte letztmals den Kassenbericht vor. Demnach erhöhte sich die Rücklage auf 60682 Euro. Schorer dankte Prielmann für seine langjährige Mitarbeit. Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten Herbert Hofer (37) aus Pforzen.

Gute Zwischenbilanz vorlegen

CSU-Bezirksvorsitzender Markus Ferber stimmte die Partei darauf ein, dass ab September 2013 innerhalb von neun Monaten Landtag, Bundestag, Kommunalparlamente und Bürgermeister sowie das Europaparlament neu gewählt werden. Daher sei es sehr wichtig, dass die CSU auf allen Ebenen zur Halbzeit eine gute Zwischenbilanz vorlegen könne. Der Europaparlamentarier verteidigte das deutsche Engagement im Rettungsfonds: << Wir profitieren wie keine andere Region in Europa vom Euro. >> Man müsse einfordern, dass sich alle Länder an die Stabilitätsregeln halten.

Er verwahrte sich gegen den Vorwurf, die CSU habe in der Energiepolitik ihren Kurs verändert: Schon vor Fukushima wollte die CSU aus der Atomenergie aussteigen - trotz der Laufzeitverlängerung. Nun sehe aber auch er als Ingenieur eine völlig neue Qualität in der Gefahr der Kernkraft. Nötig sei eine Energiepolitik, die sich an Versorgungssicherheit, Preisgünstigkeit und Nachhaltigkeit orientiere.

Die Energiewende war auch Thema von zwei Anträgen, die die CSU Ostallgäu in die Bezirksversammlung am 2. Juli in Marktoberdorf einbringen will. In einem setzt sie sich dafür ein, dass nicht einseitig Großanlagen für Biogas gefördert werden. Ein Antrag aus Biessenhofen, die Atomkraftwerke schnellstmöglich stillzulegen, fand Rückhalt in der Kreisversammlung, auch wenn Dr. Thomas Jahn (Kaufbeuren) warnte, ein konkretes Datum zu nennen: Dies sei unrealistisch. Das werde von vielen in der Partei so gesehen, kritisierte er Seehofer.

Antrag zur Bundeswehr

Ein dritter Antrag, den Stephan Stracke vorstellte, fordert, beim Umbau der Bundeswehr mit der Standortfrage verantwortungsbewusst umzugehen. Laut Stracke bedarf es großer Anstrengungen, um die Kasernen in Füssen und Kaufbeuren zu sichern, wenn das Verteidigungsministerium im Herbst sein Standortkonzept vorlege.

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