Ablehnung
Klimaschutzkonzept? Nein, danke!

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Rund 7700 Euro hätte Schwangau in die Hand nehmen müssen, um bei der Erstellung eines kommunalen Klimaschutzkonzeptes mit von der Partie zu sein. Das sei zwar nicht viel Geld, aber immer noch zu viel, um es aus dem Fenster zu werfen, hieß es jetzt von einigen Räten. Mit 14:3 stimmen sie im Gemeinderat gegen eine Beteiligung. Wie berichtet, hatten in der Sitzung zuvor Hans-Jörg Barth vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) und Carmen Cremer vom Landratsamt Ostallgäu das Konzept vorgestellt, für das die Anmeldefrist am 31. März endet und das mit 65 Prozent bezuschusst wird.

Unter anderem Robert Berchtold (FDG) und Jens Schwarz (CSU) befürchteten, dass das Projekt am «enormen Verwaltungsaufwand» scheitern würde. Wie berichtet, sollten an der Strategieentwicklung ein «Energieteam» aus Profis, aber auch engagierte Bürger mitarbeiten. Zudem sollte ein Teamleiter aus der Gemeindeverwaltung den Prozess moderieren. Hier winkten Hauptamtsleiter Klaus Lang und Bürgermeister Reinhold Sontheimer (CSU) ab - sie seien ohnehin ausgelastet. «Ich frage mich schon, ob in anderen Gemeinden die Bürgermeister nur in der Nase bohren», kritisierte Roman Seider (SPD), dass es Verwaltung und Rathauschef anderer Kommunen zeitlich auch möglich sei, das Projekt zu forcieren.

Zusammen mit Klaus Röder (FW) unterstrich er die Vorteile: vor allem, dass die Bürger aufgeklärt und für das Thema sensibilisiert würden. «Wir wollen doch nur Begeisterung schaffen, damit es angeschoben wird», sagte Röder.

In Schwangau sei auch ohne Klimaschutzkonzept schon viel geschehen, betonte Peter Helmer (CSU). Schon jetzt gebe es etwa private Heizkraftwerke. «Wir bauen hier etwas auf, was wir mit Gewalt anschieben müssten», sagte der Rat und winkte ab. «Privaten vorzuschreiben, was sie zu tun haben: Das sollten wir nicht machen», so auch Christoph Helmer (CSU).

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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