Sitzung
Kläranlagen-Sanierung des Abwasserverbandes Wertach-Ost wird teurer als geplant

Deutlich teurer als geplant wird wohl die Sanierung der Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Wertach-Ost, in dem auch die Gemeinde Rieden Mitglied ist. Bürgermeister Ludwig Landwehr informierte die Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung über den aktuellen Sachstand und erbat 'grünes Licht' für die Vertretung der Riedener Interessen bei der nächsten Verbandssitzung.

Die Ertüchtigung der Anlage sei, so Landwehr, dringend erforderlich, weil die Qualität des geklärten Wassers nur noch mit Mühe und Not den gesetzlichen Vorschriften entspreche. Da der ursprünglich mit der Planung betraute Ingenieur im Frühjahr verstarb, musste ein neues Ingenieurbüro für die Fortführung der Arbeiten gefunden werden. Die Ausschreibung war zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgt.

Zwischenzeitlich wurde vom Abwasserverband ein in der Ausführung solcher Projekte erfahrenes Büro mit den weiteren Planungen beauftragt. Die bisherigen Planungen konnten nur zum Teil übernommen werden, da die neuen Planer zu anderen Bewertungen kamen. Teilweise seien unrealistisch niedrige Kosten angesetzt worden.

Jetzt soll die Ertüchtigung statt 1,3 Millionen Euro etwa zwei Millionen Euro kosten, was die Riedener Gemeindekasse anteilmäßig mit rund 237 000 Euro belasten würde. Das Vorhaben könnte unter Umständen aber teurer werden, da die erneute Ausschreibung möglicherweise fehlerhaft war. Die Ertüchtigung soll sich nicht nur auf die Qualität des geklärten Wassers positiv auswirken, sondern auch die laufenden Kosten, an denen Rieden mit etwa zehn Prozent beteiligt ist, senken.

Mit circa 35 000 Euro Kosten rechnet Landwehr für die Spülung und Filmung der Riedener Abwasserkanäle, die nach und nach in den nächsten fünf Jahren fällig wird. Die Arbeiten sind erforderlich, um undichte Stellen aufzuspüren, an denen Abwasser unkontrolliert versickern und Fremdwasser ins System eindringen kann.

Riedens Briefträger wird sich zukünftig einen neuen Straßennamen merken müssen. Der Gemeinderat beschloss, die exakt 157 Meter lange neue Straße im Baugebiet 'Raiffeisenstraße - Am Lindenberg' Lussweg heißen soll.

Damit lebt ein alter Name wieder auf, denn schon in früheren Zeiten durchquerte ein Lussweg (Salzstraße) das Gemeindegebiet von Untergermaringen her kommend und führte bis zur Wertach. Mit der Aufnahme als Ortsstraße in das Straßenverzeichnis können nun öffentliche Gelder für deren Unterhalt beantragt werden.

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