Freiwillige Feuerwehr
Kinder, Wasser marsch!

«Ein absolutes Rekordjahr» hat die Freiwillige Feuerwehr Füssen hinter sich: 138-mal wurde die Wehr alarmiert, berichtete Kommandant Heinz Weller - das entspricht in etwa der Zahl der gesamten Einsätze der beiden Jahre 2006/07. Gleichzeitig stagniert die Zahl der Floriansjünger - mit Blick auf die demografische Entwicklung droht langfristig ein Personalmangel. Um auch in Zukunft ausreichend Aktive zu haben, planen die Füssener den Aufbau einer Kinderfeuerwehr: «Wir wollen Kinder früher in den Verein aufnehmen und an die Feuerwehr binden», sagte Vorsitzender Klaus Beylschmidt bei der Jahresversammlung.

«Riesige Steigerung»

Eine «riesige Steigerung» habe es bei den Einsätzen gegeben, berichtete Kommandant Weller bei dem Treffen in der Feuerwache. Auslöser dafür: ein Unwetter Mitte Juli über Füssen mit Regen, Hagel und Sturm. Binnen kürzester Zeit liefen zahlreiche Keller, ein Aufzugsschacht und eine Kegelbahn voll - bei der Feuerwehr ging ein Anruf nach dem anderen ein. Zu 42 Einsätzen wurden die Füssener Floriansjünger gerufen, die dabei von den Wehren aus Hopfen und Weißensee «tatkräftig unterstützt» wurden, wie sich Weller bedankte.

Auch zu 23 Bränden wurde die Feuerwehr Füssen gerufen - darunter zwei Großeinsätze (Hotelbrand in Pfronten, Brand einer Schreinerei in Hopferau). Und schließlich schlugen Brandmeldeanlagen häufig selbst dann Alarm, wenn keine akute Gefahr besteht: 27 Fälle waren es im vergangenen Jahr, heuer bereits sechs. «Das wird langsam viel», so der Kommandant.

Arbeit geht nicht aus

Die Arbeit geht den Feuerwehrleuten also nicht aus - dafür jedoch langsam, aber sicher der Nachwuchs. Zwar betreut Jugendwart Klaus Grosch derzeit neun Buben im Alter von elf bis 15 Jahren in der Jugendfeuerwehr, die einmal pro Woche eine Gruppenstunde besuchen, aber auch gemeinsam Freizeitaktivitäten unternehmen. Doch um langfristig ausreichend Aktive stellen zu können, soll früher bei den Kindern das Interesse für die Feuerwehr geweckt werden.

Bei der Brandschutzerziehung in den Schulen werde er gerade von den Acht- bis Zehnjährigen oft gefragt, wann sie denn zur Feuerwehr kommen dürften, sagte Kommandant Weller. Bei dieser Altersgruppe müsse man ansetzen. Das bestätigte Jugendwart Grosch: Je früher man Kinder für die Feuerwehr interessieren könne, umso höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit 16 Jahren in den aktiven Dienst wechseln.

Satzungsänderung gebilligt

Letztlich billigten die Mitglieder die Satzungsänderung, damit in Zukunft auch Mädchen und Buben unter zwölf Jahren in einer eigenen Gruppe in die Feuerwehr aufgenommen werden können. Sie sollen dort spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt werden.

Im Laufe dieses Jahres, so schätzt Vorsitzender Beylschmidt, werde man die Kinderfeuerwehr ins Leben rufen.

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