Musik
Jugendkapelle Pfronten - Ein Konzert der Premieren und Abschiede

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Premieren und Abschiede gab es beim Jahreskonzert der Jugendkapelle der Harmoniemusik Pfronten, das mit einem spannenden Programm das Publikum im Pfarrheim von den Sitzen riss. Zum letzten Mal dirigierte Herbert Wiedemann die vierzig Musiker, für die der Platz auf der Bühne im Pfarrheim gerade noch ausreichte.

Unter seiner Leitung zeigten sie ihr Können und ihre Vielseitigkeit zuerst im traditionellen Bereich mit der großen Eröffnung mit Blankenburgs Regimentsmarsch und dem beliebten, flotten Florentiner Marsch von Julius Fucik.

Können und Vielseitigkeit

Ein äußerst umfangreiches Werk stand mit der Suite 'Tirol 1809' von Sepp Tanzer auf dem Programm, 1952, vor genau 60 Jahren komponiert. Es war eine starke Leistung aller Register, den Aufstand bis zum Sieg mit der Fanfare des Flügelhorns mitreißend, aber nicht schwülstig zu spielen.

Eine Herausforderung anderer Art war Marcel Peeters’ Arrangement von Chaplin-Melodien. Dass viel Filmmusik vom großen Komiker selbst komponiert wurde, erklärten Jakob Heer und Pius Wohlfart. Bei der Lautmalerei der Schlagzeuger sah man Charlie Chaplin vor sich, mit Stöckchen und Melone herumtänzelnd zu den unvergessenen Melodien und Slapsticks.

Beim Auftritt der jüngsten Mitglieder mit der Jugendkapelle II mit A Sailor’s Adventure und Irish Dream gab es einige Premieren, wie ihr Leiter Helmut Randel sagte. Die zum Teil erst Elfjährigen bewiesen, wie schnell nach dem Einzelunterricht die Freude am Orchesterspiel geweckt wird.

Viele 'Zugabe'-Rufe

Die Premiere im zweiten Teil war die des neuen Dirigenten Christian Neutzner. 'Nervös war ich schon', sagte er am Ende erleichtert, als die Rufe nach Zugaben nicht aufhören wollten.

Nach vielen Extra-Proben in den vergangenen Wochen lief es wie am Schnürchen, angefangen von schönen Blasmusik-Klassikern, den böhmischen Klängen der Musikantensehnsucht (Guido Henn) und der südeuropäischen Inspiration von O Vitinho.

'’Adventure’ von Markus Götz, das ist ein Abenteuerfilm in Tönen', erklärte Jakob Heer und stieg wieder auf seinen Stuhl gefährlich nah an der Rampe. Die Gefahren, die Liebe, die Tiefen des Dschungels – das war großes Kino.

Darauf konnte nur ein romantischer Ausklang folgen mit Nessaja (Arrangement Kurt Gäble), dem musikalischen Märchen von Peter Maffay, der Geschichte vom kleinen Drachen Tabaluga und seiner Reise zur Meeresschildkröte, die nicht erwachsen werden will.

Die Begeisterung im Saal galt einem Konzert, das eine erstaunliche Bandbreite und enorme Leistungen in Klassik und Moderne zeigte. Eine Reihe junger Musiker verabschiedete sich damit von der Jugendkapelle, sie wechseln nun zur großen Kapelle der Harmoniemusik.

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