Konzerte
Italienische Orgelnacht der Weltklasse in Füssener Kirchen

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Es ist keine Übertreibung: Das Konzertangebot in Füssen hat hohes Niveau. Die «Italienische Orgelnacht» am Samstag in sieben Kirchen der Stadt hat sich das Prädikat «Weltklasse» verdient. Der Füssener Rechtsanwalt Till Twardy hat alle drei Konzerte in der evangelischen Christuskirche erlebt - somit auch das Finale, das kurz vor Mitternacht begann. Dass er begeistert war, lag an Marco Lo Muscio, Donato Cuzzato sowie Marco Davola.

In einer besonderen Liga

<< Die Instrumentalisten aus Rom, Treviso und dem sizilianischen Ragusa sind auch mit eigenen Kompositionen angereist. Sie spielten Arrangements, die man ansonsten nicht zu hören bekommt. Alle Konzerte in der Christuskirche waren großartig >>, sagt Twardy, der sein Hobby Musizieren für die Gemeinde im Gottesdienst ausübt. Diese italienischen Gäste spielten in einer anderen Liga, betonte er.

Eigene Werke brachte Marco Lo Muscio in der Christuskirche zu Gehör. Der 1971 geborene Ausnahmemusiker ist Organist der römischen St. Alexanderkirche. Sein Programm verbeugte sich auch vor Bach mit Contrapunctus I aus << Die Kunst der Fuge >>. Als Kontrast erklang eine Toccata von Rick Wakeman. Seine Gruppe << Yes >> gehörte in den 1970er Jahren zu Pionieren, die Popmusik und Klassik mit Brücken verbunden hatten, damals ein Tabubruch.

<< Super >> schwärmte Ingrid Schneider aus Weißensee nach dem Besuch der Frau am Berg Kirche. Wie andere Musikliebhaber wollte die Leiterin des Kirchenchors von St. Walburga zum nächsten Konzert und war auf dem Weg zur Franziskanerkirche San Sebastian.

<< Die italienische Kirchenmusik hat ihren eigenen Stil. Die Komponisten schreiben heitere, gefühlvolle Musik >>, schwärmte nicht nur Schneider. Wie Regionalkantor und Kirchenmusiker Albert Frey, der mit dem Rad von Kirche zu Kirche unterwegs war, in einer Pause an der Lechhalde bestätigt, << läuft der Abend einfach wunderbar >>.

Ganz anderes Programm

Das << mal ganz andere Programm >> wurde Johannes Skudlik gedankt. Zur Freude von Stadtpfarrer Frank Deuring und Albert Frey hatte Skudlik, künstlerischer Leiter des Bayerischen Orgelsommers, sechs << seiner >> Organisten hierher gelotst.

Der 33-jährige Sergio Orabona aus Neapel zeigte vollen Einsatz in dieser Nacht der Musik. Er hatte das Programm eröffnet, wechselte vom Chorgestühl der von St. Mang nach Bad Faulenbach in die Kapelle St. Max und saß um 23 Uhr an einer Orgel, die er auch besonders gerne spielt: in der Heilig Geist Kirche beim Bürgerspital.

Der Organist mit vollem Terminkalender war bereits zum dritten Mal in Füssen. Daher konnten seine Kollegen von ihm erfahren, wo man nach getaner künstlerischer Arbeit in der Altstadt gut Italienisch essen kann.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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