Bahnhof
In Pfronten-Ried gibt es ab November Fahrkarten nur noch am Automaten

Ältere Pfrontener erinnern sich noch wehmütig an Zeiten, als Sonderzüge aus Dortmund und Hamburg Sommerfrischler zum «Ferienzielbahnhof» Pfronten-Ried brachten. Nicht nur diese Zeiten sind Geschichte. Auch der Schalter im Bahnhof, an dem man Verbindungen erfragen und Fahrkarten kaufen kann, ist es demnächst.

Wie die Deutsche Bahn AG auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte, wird der Schalter ebenso wie der im Bahnhof Oy-Mittelberg Ende Oktober geschlossen. Hintergrund ist laut einer Sprecherin des Unternehmens die Umstellung der Strecke der Außerfernbahn auf ein elektronisches Stellwerk. Damit werden an den beiden betroffenen Bahnhöfen künftig keine Fahrdienstleiter mehr eingesetzt. Und die waren es, die bislang quasi nebenbei auch die Kunden am Schalter bedient hatten.

Während Pfrontener und Gäste einen weiteren Einschnitt des Services am Bahnhof beklagen - nachdem dieser schon telefonisch nicht mehr erreichbar war und auch die Toiletten geschlossen wurden - sieht die Bahnsprecherin noch Möglichkeiten, dass auch künftig Fahrkarten in Pfronten nicht nur am Automaten erhältlich seien. Dazu müsste sich allerdings ein Interessent finden, der als Agentur im Auftrag der Bahn Tickets verkauft.

Keine Tickets im Haus des Gastes

Pfronten Tourismus werde dies aber nicht sein, erklärte Tourismusdirektor Jan Schubert gegenüber unserer Zeitung. Zwar handele man schon mit Bahnkarten - aber nur in Verbindung mit einer Quartierbuchung. Das << Pfrontener Bahnticket >> ermöglicht die Anreise zum Sonderpreis.

Auch Vermieter können Tickets für die An- und Abreise über Pfronten Tourismus zu Sonderkonditionen buchen und mit in das Urlaubspaket packen, das sie Gästen anbieten. Nachdem die Pfrontener Gästekarte kostenlose Busfahrten im gesamten südlichen Ostallgäu und auf den dafür neu eingerichteten Ortsbuslinien beinhaltet, liefen derzeit Verhandlungen, Gästen in der gesamten Region künftig auch kostenlose Bahnfahrten zu ermöglichen. Darüber hinaus einzelne Fahrkarten im << Haus des Gastes >> anbieten, will der Tourismusdirektor aber nicht.

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