52.000 Höhenmeter und 2.600 Kilometer
In 50 Tagen um Bayern: Mit Muskelkraft Spenden für Kinder mit Handicap sammeln

Mit eigener Muskelkraft und 15 verschiedenen Fortbewegungsmittel einmal Bayern umrunden: Ute Jansen und Markus Frommlet auf Spendentour
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  • Foto: Johannes Giez
  • hochgeladen von Holger Mock

Mit eigener Muskelkraft und 15 verschiedenen Fortbewegungsmittel einmal Bayern umrunden - Das ist das Ziel von Ute Jansen und Markus Frommlet. Die Lehrerin und der Arzt wollen im Sommer in 50 Tagen die Landesgrenze Bayerns umrunden - und in Zusammenarbeit mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS) Spenden für Kinder mit Handicap sammeln. Dabei kommen die Initiatoren auch im Allgäu vorbei. Das Paar aus der Nähe von Stuttgart startet am 25. Juli in Lindau. Die Aktion wird also in den bayerischen Sommerferien stattfinden.

Herausforderung und Motivation 

Die Strecke ist rund 2.600 Kilometer lang. Das entspricht einer Entfernung von München nach Moskau. Ute Jansen und Markus Frommlet müssen dabei etwa 52.000 Höhenmeter bezwingen. Unter anderem werden sie wandern, biken, inlinern oder den Weg übers Wasser nehmen. Den Etappenplan gibt es auf der Homepage von Rund-um-Bayern.

Auf die Idee, als Erste den Freistaat Bayern entlang der Grenze zu umrunden, kamen die beiden aufgrund ihrer Liebe zu den Bergen, teilen sie auf ihrer Homepage mit. "Der Gedanke, den gesamten Grenzkamm der deutschen Alpen zu erwandern, bzw. zu befahren, begeisterte uns ziemlich." 

Ziel: Inklusion fördern 

Jansen und Frommlet möchten mit der ersten Bayernumrundung Inklusion fördern und Kinder mit Handicap ermuntern, sich sportlich zu betätigen. Dadurch sollen Kinder Selbstvertrauen erlangen. Weil die Kinder für die sportliche Betätigung oft spezielle Prothesen und Sportrollstühle benötigen, möchten die Initiatoren Spenden sammeln. Kinder mit Handicap, die Unterstützung benötigen, können sich beim BVS Bayern melden. 

Außerdem möchten Jansen und Frommlet das Projekt „EISs auf Rädern“ der mehrfachen Paralympics – Medaillengewinnerin Denise Schindler unterstützen. "EISs" steht dabei für "erlebte inklusive Sportschulen". Weitere Infos zur Bayernumrundung gibt es auf der Homepage von Rund-um-Bayern.

Mitmachen und Spenden sammeln 

Bei der Spendenaktion kann jeder mitmachen, beispielsweise Familien, Schulen, Gruppen und Einzelpersonen. Während der 50 Tage kann jeder Einzelne selbst Kilometer sammeln und pro zurückgelegten Kilometer einen selbst festgelegten Betrag spenden, ganz egal, ob er sich Zuhause oder im Urlaub befindet. Die Initiatoren betonen, dass selbst ein noch so kleiner Betrag pro zurückgelegtem Kilometer sinnvoll ist, um den Kindern mit Handicap zu helfen, gemeinsam mit Gleichaltrigen Sport treiben zu können. 

Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.

Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern ist die größte Behindertensportvertretung in Bayern und einer der größten Behindertensportverbände Deutschlands, heißt es auf der Homepage des Vereins. Mehr als 35.000 Mitgliedern in über 500 Vereinen engagieren sich bayernweit ehrenamtlich für Behinderten-, Inklusions- und Rehabilitationssport. Dabei deckt der Verband ein breites Spektrum ab: "Von der Vorbereitung und Betreuung der bayerischen Nachwuchsathlet*innen auf ihrem Weg zu den Paralympics über den Breitensport für Kinder und Erwachsene, die Ausbildung von Übungsleiter*innen und die Förderung von Inklusion im Sport bis hin zur sportlichen Rehabilitation."

Damals: Umrundung Baden-Württembergs

Im Jahr 2016 haben Jansen und Frommlet Baden-Württemberg umrundet. Damals aber ganz privat, sagt Ute Jansen gegenüber all-in.de. Weil das Vorhaben viel mediale Aufmerksamkeit erhalten hatte, dachten sich die beiden: Sollten sie nochmal eine Grenzumrundung machen, verbinden sie den Sport mit einer Spendentour. Bayern haben sie sich wegen des abwechslungsreichen Grenzgangs ausgesucht, erklärt die Lehrerin.

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