Tag der offenen Tür
Hospizverein südliches Ostallgäu weiht neue Räume ein

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„Sie sind bis zum letzten Augenblick ihres Lebens wichtig. Wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“ Dieses Zitat von Cicely Saunders, der Begründerin der modernen Hospizbewegung, drückt aus, was der Hospizverein südliches Ostallgäu tut.

„Wir sind Freunde auf Zeit. Wir gehen den Weg mit den Menschen, wie sie es wollen“, sagt Katrin Heller-Breer. Die Vorsitzende des Ostallgäuer Vereins kennt noch andere Zeiten. Als vor vielen Jahren ihr Großvater starb, seien Menschen in ihren letzten Tagen und Stunden noch in Badezimmer oder Keller abgeschoben worden. So soll es heute nicht mehr sein. Das ist ein Grund, warum die Arbeit des Hospizvereins über die Jahre stetig mehr wurde.

Heller-Breer ist deshalb sehr froh, dass für die Sterbebegleiter seit kurzem in der Augsburger Straße in Füssen neue Räume zur Verfügung stehen. Diese werden am Samstag, 23. Juni, bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Los geht es um 11 Uhr mit einer ökumenischen Segnung. Gleichzeitig wird der 100. Geburtstag von Saunders gefeiert.

Neben den neuen Räumen im ersten Stock des Suiter-Hauses (nur der ist am Samstag auch zu besichtigen), will der Hospizverein mit Vorträgen seine Arbeit vorstellen. Der erste beschäftigt sich mit den Betroffenen und hat den Titel „Was kann der Hospizverein für mich und/oder meine Angehörigen tun“. Er beginnt um 12 Uhr. Um 13 Uhr wird eine Filmdoku über Cicely Saunders gezeigt. Und um 14 Uhr geht es bei einem Referat um das Ehrenamt im Hospizverein. Dabei will Heller-Breer aufzeigen, dass es nicht nur Sterbebegleiter in ihren Reihen gibt, sondern auch Platz für Ehrenamtliche, die anders helfen wollen.

„Wir suchen gerade Spezialisten, zum Beispiel für IT oder Marketing“, sagt die Vereinsvorsitzende. Es sollen verschiedene Referate aufgebaut werden, die den Vorstand entlasten mit dem Hintergrund, dafür zu sorgen, dass es weiterhin Freiwillige gibt, die einen Vorstandsposten übernehmen.

Insgesamt sollen die Vorträge eher kurz ausfallen, damit viel Zeit zum Kennenlernen bleibt. Heller-Breer ist es wichtig, zu zeigen, was der Hospizverein leistet und, dass dort Menschen mit ganz verschiedenen Konfessionen, Berufen und Hintergründen tätig sind. Um Sterbebegleiter zu werden, müsse man keine Ausbildung in der Kranken- oder Altenpflege haben.

Mehr über den Hospizverein und seine neuen Räume lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 21.06.2018.

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