Verunreinigungen
Hinterlassenschaften sorgen für Ärger in Hopfen am See

Wenn Werner Eckhart mit dem Rasentrimmer den Grünstreifen vor seinem Gartenzaun mäht, ist das wahrlich kein Spaß: Denn schon öfter sind dabei die mit Hundekot gefüllten Plastikbeutel geplatzt, die Spaziergänger vor seinen Gartenzaun werfen. Wird ein solcher Beutelwerfer erwischt, muss er mit einem deftigen Bußgeld rechnen, heißt es von Seiten der Stadt. Denn die Hundebesitzer, die mit ihren Vierbeinern auf dem Enzensberg unterwegs sind, sammeln den Kot zwar auf – aber richtig entsorgt werden die Tüten nicht. Sein Grundstück grenzt an einen Feldweg, der bei den Freunden der Vierbeiner sehr beliebt ist. Er habe nichts gegen Hunde, erklärt Eckhart, aber gegen die Verunreinigungen seines Gartenzauns.

Manchmal würden die Passanten die Beutel sogar in seinen Garten werfen. 'Seit Jahren ist es immer das gleiche Problem. Sobald der Schnee schmilzt, kommen die Tüten wieder raus', moniert er. Er habe die Beutel nicht weggeräumt. 'Ich warte darauf, dass sich die Stadt mit dieser Problematik beschäftigt', so Eckhart.

Mit dem Problem ist er nicht alleine. Auch die Landwirte haben mit herumliegenden Beuteln zu kämpfen. 'Es entbehrt doch jeglicher Logik, den Kot erst aufzusammeln und dann die Tüte wegzuwerfen', sagt Kreisbäuerin Gabriele Paulsteiner. Sie appelliert an die Vernunft der Hundehalter und vergleicht anschaulich: 'Ich komme doch auch nicht mit meinen Kühen in die Stadt und lasse sie Häufen in die Gärten der Anwohner setzen.' Dann wäre der Ärger groß.

Doch bei den Landwirten käme ein finanzieller Schaden hinzu, sagt die Rückholzerin: 'Die Kühe fressen einfach kein verunreinigtes Futter – und als wäre Hundekot nicht schlimm genug, kommen jetzt noch die Plastikbeutel dazu.' Jeder Landwirt sammele im Frühjahr den Müll von den Feldern, aber man erwische einfach nicht immer alles.

'Das ist keine Art und Weise'

Empört ist auch Füssens Hauptamtsleiter Andreas Rist: 'Die Beutel vor den Garten anderer Menschen zu werfen ist keine Art und Weise', sagt er. Es sei aber schwierig einzugreifen, denn man kenne die Übeltäter nicht. Würde man aber einen Beutelwerfer erwischen, dann hätte der mit einem deftigen Bußgeld zu rechnen.

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