Informationsveranstaltungen
Herzwochen: Das schwache Herz

Die Herzschwäche ist eine ernste Erkrankung: In Deutschland leiden nach Expertenschätzungen zwei bis drei Millionen Menschen an einer Herzschwäche. Jährlich werden über 370 000 Patienten mit einer Herzschwäche ins Krankenhaus eingeliefert; über 48 000 sterben daran.

'Viele Menschen sind gefährdet, eine Herzschwäche zu bekommen. Zugleich mangelt es der Bevölkerung an Wissen über die Ursachen der Herzschwäche und damit über die Möglichkeiten der Vorbeugung durch Behandlung der Risikofaktoren, zum Beispiel durch einen gesunden Lebensstil. Auch zu wenig bekannt sind die krankheitstypischen schleichenden Warnzeichen der chronischen Herzschwäche, die über Jahre unbemerkt fortschreiten kann – im Gegensatz zum notfallmäßigen plötzlichen Nachlassen der Herzleistung bei einer akuten Herzschwäche.

Der Aufklärungsbedarf ist deshalb besonders groß', betont der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Deswegen veranstaltet die Deutsche Herzstiftung vom 1. bis zum 30. November die bundesweiten Herzwochen unter dem Motto 'Das schwache Herz'.

So informieren in der St. Vinzenz Klinik in Pfronten am Mittwoch, 6. November, 19 Uhr, drei Experten: 'Welche Krankheiten führen zur Herzschwäche?' ist das Thema von Dr. Markus Brenner, Dr. Chris­toph Mayer erläutert, wie die Herzschwäche behandelt wird und Elke Schlacht berichtet über 'Sport bei Herzschwäche – Erfahrungen aus der Herzsportgruppe Pfronten'.

Weiter geht es am Mittwoch, 20. November, ab 18 Uhr in der ­Klinik Füssen: Dr. med. Jürgen Schmidt behandelt das Thema 'Herzschwäche erkennen', Dr. Andreas König erläutert, wie man Herzschwäche behandelt und Dr. Martin Hinterseer informiert über Herzschwäche und Rhythmusstörungen. Den Abschluss an diesem Abend bildet der Vortrag von Dr. Susanne Lederle über Herzschwäche und Herzschrittmacher. Weitere Infos unter www.herzstiftung.de/herzwochen.html.

Viele Betroffene wollen Beschwerden der Herzschwäche wie Atemnot, Abnahme der Leistungsfähigkeit und Wassereinlagerungen in den Beinen, besonders im Unterschenkel, nicht wahrhaben oder schieben diese resigniert auf das Alter. 'Die chronische Herzschwäche beginnt zumeist unspektakulär und schleichend mit Atemnot und einer Leistungsabnahme.

Zum Beispiel gibt man die Bergwanderung mit Freunden auf, weil es bergan zu anstrengend ist. Oder beim Treppensteigen geht einem die Luft aus, sodass man zwischendurch stehen bleibt. Wer unter Atemnot leidet, sollte daher umgehend zum Arzt, um zu klären, ob es sich um eine Herzkrankheit handelt', fordert Kardiologe Prof. Meinertz.

Je früher die Herzschwäche erkannt wird, umso eher kann man mit den heutigen Therapiemöglichkeiten die fatale Entwicklung der Krankheit aufhalten oder verlangsamen. Man unterscheidet zwischen der systolischen Herzschwäche, der Pumpschwäche in der Auswurfphase (Systole) des Herzens, und der diastolischen Herzschwäche, bei der dem Herzmuskel die Elastizität fehlt, um genügend Blut aufzunehmen. Der Organismus wird deshalb nicht ausreichend mit Blut versorgt, selbst wenn die Pumpkraft des Herzens erhalten ist.

Besteht beim Hausarzt der geringste Verdacht auf eine Herzschwäche, muss der Patient zum Herzspezialisten zur genaueren Beurteilung der Herzsituation durch Untersuchungsverfahren wie Ultraschall (Echokardiographie) – dem wichtigsten Verfahren hierbei –, EKG, Belastungs-EKG, Röntgen, Katheteruntersuchung oder Biomarker, die im Labor Aufschluss über eine Herzschwäche geben.

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Redaktion extra aus Kempten

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