Neuheit
Heizung für Krötentunnel am Bannwaldsee

Für die Krötentunnel an der B17 entlang des Bannwaldsees werden völlig neue Standards angewendet. Sie können beheizt werden, teilt das Staatliche Bauamt mit. Die im Allgäu neuartige Technik soll am heutigen Freitag, 10 Uhr, bei einem Pressetermin, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist, vorgestellt werden. Treffpunkt ist vor dem Sperrschild gegenüber dem Campingplatz am Bannwaldsee.

Der Grund, warum das Bauamt erst jetzt mit dieser Neuigkeit herausrückt, ist, dass bisher noch nicht ganz klar war, ob sie am Bannwaldsee aufgrund der örtlichen Begebenheiten angewendet werden kann. Das wurde nun laut einer Pressemitteilung der Behörde geprüft.

Die Tunnelheizung ist vor allem für lange Winter gedacht, die sich ins Frühjahr hineinziehen - wie sie aufgrund des Klimawandels immer häufiger vorkommen könnten. Dann ist es nötig, die Tunnel eisfrei zu halten, damit die Kröten sie auch benutzen können. An der Baustelle werden derzeit gerade die Durchlässe für die Tunnel gebaut, sagt Josef Merk vom Staatlichen Bauamt auf Nachfrage. Diese haben nach Abschluss der Bauarbeiten eine Doppelfunktion. Sie helfen einerseits, dass Amphibien sicher über die Straße kommen. Andererseits leiten sie das Wasser ab, dass vor allem bei starkem Regen in großer Menge von den umliegenden Hügeln herunterkommt.

Nach den Durchlässen werden die Leiteinrichtungen gebaut - sprich die Betonelemente, die die Kröten in die Tunnel leiten. Dafür ist entgegen der jetzigen Vollsperrung nur noch eine halbseitige Sperrung erforderlich. Die Variante mit einer Ampel ist laut Merk an dieser Stelle nicht möglich. Das geht nur bei kurzen Strecken von 100 bis 150 Metern und geringem Verkehrsaufkommen, sagt der Fachmann. Bei einer so langen Strecke und dem vielen Verkehr wie am Bannwaldsee wären die Grünphasen der Ampeln zu kurz und auf beiden Seiten würden lange Staus entstehen. Außerdem sei es für die Arbeiter sicherer, wenn nicht ständig eine Autoschlange an ihnen vorbeirollt.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Füssen, vom 02.04.2016.

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