Wittelsbacher-Museum
Hebauf für Hogaus «drittes Schloss»

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Großer Bahnhof in Hohenschwangau: Vor rund 250 geladenen Gästen, vom heimischen Handwerker bis zu den Vertretern der weiß-blauen Dynastie, wurde gestern Richtfest für das Wittelsbacher-Museum gefeiert. «Wir sind mit dem Baufortschritt sehr zufrieden», so Peter Scherkamp (Direktor des Wittelsbacher Ausgleichsfonds) gegenüber der AZ. Der weitere Zeitplan sei «ambitioniert» - dennoch sei man sicher, die Schau über das bayerische Königshaus am 15. Juli 2011 eröffnen zu können. <%img scl_width='720' scl_height='429' align='right' id='534502'%>

Die größte Aufmerksamkeit genoss gestern das Herzstück des künftigen Museums: Die filigran wirkende Stahlkonstruktion (21 Meter lang und 45 Tonnen schwer), die mit ihren großen Glaselementen den Zwischenbau der Hauptgebäude überwölben wird. Diese moderne Ergänzung sei bewusst eigenständig und «stärkt den Altbestand in seiner historischen Prägung», war Hanns Ziegler (Staab Architekten Berlin) überzeugt. Mitarbeiter Per Köngeter verriet, dass die stellenweise bis ins Mittelalter datierende Altsubstanz den Planern viel Kopfzerbrechen bereitet habe. Denn die war «maroder als erwartet». Dank des großen Engagements aller Beteiligten sei nun aber «ein großer Schritt gelungen». Als «einzigartiges Projekt» bezeichnete Firmenchef Volker Staab die Sanierung und Erweiterung des «dritten Schlosses» im Ort.

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Beispielhaft lobte er die Firmen Prebeck (verantwortlich für das Stahlgewölbe), Mazzolini und Schneidberger. Um den Zeitplan zu halten, waren die Handwerker der gut 30 Gewerke teils über 60 Stunden pro Woche im Einsatz.

Dass die «Alpenrose» wegen der hochkarätigen Geschichtsschau, aber auch dank ihrer einzigartigen Lage eine dritte Besucherattraktion im Ort werde - davon waren neben den Wittelsbachern auch Landrat Johann Fleschhut und Bürgermeister Reinhold Sontheimer überzeugt. Wobei der Landrat den Verantwortlichen nicht nur für die große Investition, sondern auch die Wahl des Standorts dankte.

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Er hoffte, so wie Peter Scherkamp, dass das Projekt anderen Vorhaben Impulse geben wird - etwa der trotz vorliegender Konzepte ungelösten Verkehrs- und Parkplatz-Situation vor Ort. Das Museum beinhaltet laut Scherkamp auch weithin unbekannte Details der Dynastien-Geschichte - etwa die Tatsache, dass Prinzessin Irmingard wegen ihres Widerstands von den Nationalsozialisten interniert wurde. Aus dem reichen Fundus des Ausgleichsfonds werden zudem zahlreiche Raritäten gezeigt - vom Mantel, den Ludwig II. als Ritter des Georgi-Ordens trug, bis zum wertvollen Tafelschmuck. Oder wie Prinz Luitpold es formuliert: «Das gibt kein Schmalspurmuseum!»

 

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Im Herzstück des künftigen Wittelsbacher-Museums, dem Stahlgewölbe: Per Köngeter, Dr. Elisabeth von Hagenow und Peter Scherkamp (von links).

 

Das Gewölbe soll neben einem begehbaren Stammbaum auch Raritäten aus den Beständen der Wittelsbacher zeigen - etwa diesen Tafelaufsatz. Entwurf: Staab Architekten

 

Wind und Regen trotzen musste, wer dem Richtspruch von Franz Prebeck für das Wittelsbacher-Museum in Hohenschwangau lauschen wollte. Aufmerksamer Zuhörer war auch der Initiator des Museums, Herzog Franz von Bayern (links). Fotos: Raffler

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