Haushalt
Haushalt - Die Ortsumfahrung Kappel schlägt neben dem Kanalbau in Pfronten heuer zu Buche

Mit einem Haushalt auf Rekordniveau geht Pfronten ins Jahr 2011. Einstimmig hat der Gemeinderat das Zahlenwerk verabschiedet, das im Vermögenshaushalt eine Steigerung um 134 Prozent auf 9,33 Millionen Euro vorsieht.

Neben den Dauerbrennern Kanal- und anschließender Straßenbau schlägt dabei heuer vor allem der Bau der Ortsumfahrung Kappel mit mehr als drei Millionen Euro zu Buche. Dazu kommen der geplante Neubau des Wertstoffhofs für 972000 Euro, der Hochwasserschutz mit 277000 Euro für die Vilsverbreiterung und 288000 Euro für Maßnahmen an der Faulen Ach sowie die Sanierung des Dachs des Eisstadions für 370000 Euro. Allerdings sind davon ein Großteil durchlaufende Posten: Das Drittel der Kosten für die Umfahrung Kappel, das die Gemeinde trägt (den Rest übernehmen Bund und Bahn), wird vom Freistaat bezuschusst. Beim Wertstoffhof, einer Einrichtung des Landkreises, bleibt der Gemeinde ein Anteil für Grunderwerb, Zufahrt und Parkplätze von 197000 Euro. Und beim Vilsausbau ist in erster Linie das Wasserwirtschaftsamt gefragt.

«Leider müssen die kreativen Investitionen im Rahmen der Ortsgestaltung wiederum etwas zurückstehen - denn selbst die Pflichtaufgaben stauen sich und können nur in zeitlichen Prioritäten verwirklicht werden», so Kämmerin Brigitte Antretter.

Einnahmen vorsichtig kalkuliert

Während sie die zu erwartenden Gewerbesteuereinnahmen vorsichtig ansetzt (siehe Grafik), «profitiert» die Gemeinde heuer vom schlechten Ergebnis des Jahres 2009. Auf dessen Grundlage erhält sie erstmals seit sieben Jahren wieder Schlüsselzuweisungen in Höhe von 349000 Euro, während die Umlage, die sie an den Landkreis entrichten muss, im Vergleich zum Vorjahr um fast eine Million auf 2,64 Millionen Euro sinkt. Aus den laufenden Einnahmen des Verwaltungshaushalts bleibt ein Überschuss von 1,17 Millionen Euro, der an den Vermögenshaushalt überwiesen wird.

Die Ausgaben für Zinsen und Tilgungen abgezogen, bleibt sogar noch eine sogenannte freie Finanzspitze von 167000 Euro.

1712 Euro Schulden pro Kopf

Die Verschuldung der Gemeinde Pfronten steigt laut Haushaltsplan um gut 731000 Euro auf 13,5 Millionen Euro, das sind bei 7900 Einwohnern 1712 Euro pro Kopf. Trotz hoher Investitionen entspricht der Stand der Verschuldung noch dem vor zwölf Jahren. Die Zinsbelastung liegt wegen der derzeit günstigen Konditionen mit 469000 Euro bei weniger als der Hälfte des Standes von vor zehn Jahren.

Außer dem bereits erhöhten Wasserpreis müssen die Bürger bei Steuern, Gebühren und Abgaben nicht tiefer in die Tasche greifen.

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