Große Tetralogie im Festspielhaus Füssen

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Großartige Sänger, eine facettenreiche Multimedia-Show, eindrucksvolle Bilder – das erwartet die Besucher beim ersten 'Ring des Nibelungen' der bulgarischen Nationaloper im Festspielhaus.

Vor zwei Jahren hat Direktor Plamen Kartaloff zu Richard Wagners 200. Geburtstag in Sofia mit Erfolg den ersten kompletten 'Ring des Nibelungen' auf dem Balkan inszeniert und die enorme Herausforderung dieses Musikdramas mit Bravour und einem hochkarätigen Ensemble gemeistert. Mit dieser Produktion kommt die bulgarische Nationaloper Sofia nun nach Füssen. Der Mythos des 'Ring' verschmilzt hier mit Blick auf Schloss Neuschwanstein mit dem Mythos des Märchenkönigs, einem der größten Förderer von Richard Wagner.

220 Mitwirkende

Das Sängerensemble macht dem Weltruf der 'Bulgarian Voices' alle Ehre, die musikalische Stabführung hat der Dirigent Erich Wächter. Insgesamt 220 Mitwirkende bringen den 'Ring' auf die Bühne des Festspielhauses. An vier Abenden werden 'Das Rheingold', 'Die Walküre', 'Siegfried' und 'Götterdämmerung' mit unkonventionellen Mitteln des Musiktheaters erzählt, spannend und nah an Wagners Dramaturgie und Personenregie.

Dem Publikum bereits bekannt sind Solisten wie Yordanka Derilova, die die Brünnhilde in der 'Götterdämmerung' singt. Sie hat unter anderem bereits in Dortmund, Dessau, Rostock oder Hof gastiert, und Martin Tzonev, der Wotan aus dem 'Siegfried', ist nach Stationen in Rom, Paris und Salzburg zur Zeit an der Oper in Bonn gleich in drei Produktionen zu hören.

Die Termine:

Samstag, 12. September, 19 Uhr 'Das Rheingold"

Sonntag, 13. September, 17 Uhr 'Die Walküre'

Dienstag, 15. September, 17 Uhr 'Siegfried'

Donnerstag, 17. September, 17 Uhr 'Götterdämmerung'

Karten gibt es im Service-Center der Allgäuer Zeitung unter 08 31/2 06 55 55 sowie im Festspielhaus.

Wagners Arbeit im Fokus

Begleitend zu Richard Wagners Tetralogie 'Der Ring des Nibelungen' wird es zwei international besetzte kurze Wagner-Symposien geben. Die Symposien wurden konzipiert, um der Wagner-Woche vom 12. bis 17. September im Festspielhaus eine zusätzliche informative Facette zu verleihen. Das erste Symposium findet am Tag der 'Walküre', am Sonntag, 13. September, um 10.30 Uhr in einem Seitenflügel des Festspielhauses statt.

Es widmet sich dem Thema: 'König Ludwig II. und Richard Wagner – Wahrheiten und Vorurteile'. Am Podium werden teilnehmen: Dr. Luitgard Loew, Dr. Barbara von Orelli-Messerli und Acad. Plamen Kartaloff. Das Symposium wird weniger bekannte Aspekte der Beziehung zwischen König Ludwig II. und Richard Wagner beleuchten und in den Kontext seines Oeuvres stellen, insbesondere des 'Ring des Nibelungen'. Zeitgeschichtliche Querverbindungen, unter anderem zu weiteren herausragenden Persönlichkeiten jener Zeit, wie Gottfried Semper und anderen, werden diskutiert.

Am Tag der 'Götterdämmerung', am Donnerstag, 17. September, um 10.30 Uhr, findet im Seitenflügel des Festspielhauses das zweite Symposium statt mit dem Thema: 'Wagnersches Regietheater und traditionelle, nahe an der Werkaussage operierende Opernregie – Relevanz und Missverständnisse'.

Seit den legendären 'Ring'-Produktionen von Joachim Herz 1973-76 in Leipzig, Ulrich Melchinger 1970 bis 1974 in Kassel und Patrice Chéreau 1976 in Bayreuth redet die Opern- und vor allem die Wagnerwelt vom Wagnerschen Regietheater, das heißt einem Musiktheater, das dem Regiekonzept und der sich daraus ergebenden Theatralik das Primat vor der musikalischen Seite einräumt.

Dagegen gibt es immer wieder Bestrebungen, die 'Werktreue' mit einem klassischen Regiestil zu pflegen, der wesentlich aus dem Neu-Bayreuth Wieland Wagners schöpft. Die Teilnehmer sind: Prof. Hans-Peter Lehmann, Prof. Stephan Braunfels, Ronald Aeschlimann, Tristan Braun und Plamen Kartaloff. Eintritt frei. Anmeldungen unter lena.schweitzer@musiktheater-fuessen.de.

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